Shifting im Kühtai (Nachtschi 16.12.2023)
Verfasst: 18.12.2023, 20:27
Prinzipiell blutet einem passionierten Skifahrer das Herz - man sitzt an einem Wintersportort, es ist strahlend blauer Himmel, mehr als ein Meter Schnee türmt sich vor dem Bürofenster und statt auf den Berg fährt man in den Berg. Shifting im Kühtai nennt sich dieses Konzept wohl. Und während auf dem Berg die Schifahrer den Pulverschnee genießen, denkt man im Berg an ganz andere Dinge.
ABER - wer unter Tags untertage ist, hat die Chance, das Nachtschiangebot der hiesigen Bergbahnen zu nutzen. Dieses besteht jeden Mittwoch und Freitags an der immerhin 500 Höhenmeter überwindenden Hochalterbahn und an der Startbahn (letztere ist beim Nachtlauf sogar gratis benutzbar).
Und so schmeiße ich um halb 7 nach der Schicht mein Schizeug ins Auto und fahre die paar Meter hinauf zum Parkplatz der Hochalterbahn, wo ich (einer liebgewordene Tradition folgend) wieder der erste am Parkplatz bin. Das Personal kennt mich eh schon, wir begrüßen und kurz, reden, was sich so getan hat und ich erfreue mich des Anblicks einer jungfreulichen, perfekt präparierten Piste. Vom Shifting zum Lifting im Kühtai sozusagen.

^^ Die Schi sind angeschnallt, der Maschinist schickt seinen Kollegen hinauf auf die Bergstation und ich erfreue mich des Anblicks der Startbahn (Übungshang direkt im Zentrum des auf 2020 Meter über Meer gelegenen Skiorts).

^^ Kann man so lassen. Es ist nicht mal so kalt, der Schnee ist aber pulvrig und schön griffig. Es sollen zwei schöne 2,5 Schistunden an der Hochalterbahn werden.

^^ Oberer Teil der Hochalterpiste bei der ersten Auffahrt. Schön breit, wechselnde Neinungsverhältnisse - keine Anfängerpiste somit. Aber für den guten, sportlichen Schifahrer durchaus empfehlenswert. Und zum Kopf-Durchblasen nach der Schicht was sehr feines.

^^ Im Vergleich zum letzten Jahr wurde in die Streckenbeleuchtung investiert. Fast schon kometenhaft die Streckenbeleuchtung an der Bergstation auf immerhin 2520m Seehöhe! Die steilen Felswände werden von den Natriumdampflampen der Pistenbeleuchtung in ein fahles, oranges Licht getauscht. Es wirkt fast etwas unwirklich, hat aber genau dadurch seinen Reiz.

^^ Ganz alleine bin ich - wie man an den Spuren sieht - nicht. Macht nix, genug Platz hier, und die Handvoll Skifahrer und Tourengeher machen bei diesem "Andrang" nichts aus.

^^ Startbahn von oben. Kurzer, aber netter Übungshang; und Kühtai Zentrum.

^^ Nochmals oberer Pistenteil von der Hochalterbahn aus. Mit den erleuchteten Rodelbahnen und der Kraftwerksbaustelle im Längental.

^^ Der mittlere Pistenteil ist easy skiing. Los ist den ganzen Abend eigentlich nichts, ich habe freie Bahn. Gefällt mir!

^^ Steilhang durch den Graben zum Ort. Kann gerne auch zum Dramahang werden, wenn viel los ist. Heute - auch hier: easy skiing. Im Sommer fließt durch den Graben übrigens ein Bach.
Zusammengefasst - so kann man sich auch eine anstrengende Schicht versüßen. Und auch wenn man hier heroben sich manchmal etwas "angenagelt" fühlt; insbesondere, wenn hier die Zwischensaison ist, weiß man diese Annehmlichkeit des Nachtskifahrens durchaus zu schätzen - zufrieden packe ich zu Betriebsschluss mein Skizeug wieder ins Auto und fahre die wenigen Minuten in die Unterkunft, wo ich das Auto vor der Türe parke und ich meine Ausrüstung wieder im Skikeller deponiere.
Und auch wenn mich der Wecker morgen dann wieder aus dem Bett schmeißt, und ich wie jeden morgen müde in Richtung Büro unterwegs sein werde, so wird mich der langsam von Osten her langsam heller werdende Nachthimmel, die bald gleißend weißen Hänge und die kalte Winterluft sowie der knirschende Schnee unter den Schuhen erinnern, wo ich eigentlich gerade bin - 2020 Meter über dem Meer in den Bergen - kurz gesagt: das Leben ist schön.
Glück Auf!
Dachstein
ABER - wer unter Tags untertage ist, hat die Chance, das Nachtschiangebot der hiesigen Bergbahnen zu nutzen. Dieses besteht jeden Mittwoch und Freitags an der immerhin 500 Höhenmeter überwindenden Hochalterbahn und an der Startbahn (letztere ist beim Nachtlauf sogar gratis benutzbar).
Und so schmeiße ich um halb 7 nach der Schicht mein Schizeug ins Auto und fahre die paar Meter hinauf zum Parkplatz der Hochalterbahn, wo ich (einer liebgewordene Tradition folgend) wieder der erste am Parkplatz bin. Das Personal kennt mich eh schon, wir begrüßen und kurz, reden, was sich so getan hat und ich erfreue mich des Anblicks einer jungfreulichen, perfekt präparierten Piste. Vom Shifting zum Lifting im Kühtai sozusagen.

^^ Die Schi sind angeschnallt, der Maschinist schickt seinen Kollegen hinauf auf die Bergstation und ich erfreue mich des Anblicks der Startbahn (Übungshang direkt im Zentrum des auf 2020 Meter über Meer gelegenen Skiorts).

^^ Kann man so lassen. Es ist nicht mal so kalt, der Schnee ist aber pulvrig und schön griffig. Es sollen zwei schöne 2,5 Schistunden an der Hochalterbahn werden.

^^ Oberer Teil der Hochalterpiste bei der ersten Auffahrt. Schön breit, wechselnde Neinungsverhältnisse - keine Anfängerpiste somit. Aber für den guten, sportlichen Schifahrer durchaus empfehlenswert. Und zum Kopf-Durchblasen nach der Schicht was sehr feines.

^^ Im Vergleich zum letzten Jahr wurde in die Streckenbeleuchtung investiert. Fast schon kometenhaft die Streckenbeleuchtung an der Bergstation auf immerhin 2520m Seehöhe! Die steilen Felswände werden von den Natriumdampflampen der Pistenbeleuchtung in ein fahles, oranges Licht getauscht. Es wirkt fast etwas unwirklich, hat aber genau dadurch seinen Reiz.

^^ Ganz alleine bin ich - wie man an den Spuren sieht - nicht. Macht nix, genug Platz hier, und die Handvoll Skifahrer und Tourengeher machen bei diesem "Andrang" nichts aus.

^^ Startbahn von oben. Kurzer, aber netter Übungshang; und Kühtai Zentrum.

^^ Nochmals oberer Pistenteil von der Hochalterbahn aus. Mit den erleuchteten Rodelbahnen und der Kraftwerksbaustelle im Längental.

^^ Der mittlere Pistenteil ist easy skiing. Los ist den ganzen Abend eigentlich nichts, ich habe freie Bahn. Gefällt mir!

^^ Steilhang durch den Graben zum Ort. Kann gerne auch zum Dramahang werden, wenn viel los ist. Heute - auch hier: easy skiing. Im Sommer fließt durch den Graben übrigens ein Bach.
Zusammengefasst - so kann man sich auch eine anstrengende Schicht versüßen. Und auch wenn man hier heroben sich manchmal etwas "angenagelt" fühlt; insbesondere, wenn hier die Zwischensaison ist, weiß man diese Annehmlichkeit des Nachtskifahrens durchaus zu schätzen - zufrieden packe ich zu Betriebsschluss mein Skizeug wieder ins Auto und fahre die wenigen Minuten in die Unterkunft, wo ich das Auto vor der Türe parke und ich meine Ausrüstung wieder im Skikeller deponiere.
Und auch wenn mich der Wecker morgen dann wieder aus dem Bett schmeißt, und ich wie jeden morgen müde in Richtung Büro unterwegs sein werde, so wird mich der langsam von Osten her langsam heller werdende Nachthimmel, die bald gleißend weißen Hänge und die kalte Winterluft sowie der knirschende Schnee unter den Schuhen erinnern, wo ich eigentlich gerade bin - 2020 Meter über dem Meer in den Bergen - kurz gesagt: das Leben ist schön.
Glück Auf!
Dachstein