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Bundesrat Rösti sei dank...

Verfasst: 10.02.2026, 15:28
von benjamin
Heute im Tages-Anzeiger ein Bericht über Bundesrat Rösti, der eine verschärfende Präzisierung der geltenden Gesetze bezüglich Bewilligungsfähigkeit von Bergbahnen ablehnte, die noch von seiner Vorgängerin stammt. Das führte in den Leserkommentaren zu einem regelrechten Rösti-Bashing...

mit KI erstellt:

1. Frühe Eröffnung des «Malo Express» dank Intervention von Bundesrat Rösti
Die neue Gondelbahn in Anzère konnte früher als geplant in Betrieb gehen. Grund: Bundesrat Albert Rösti griff ein und stoppte interne Blockaden in seinem eigenen Departement. Die Talstation liegt in einer Maiensäss-Zone, weshalb unklare Rechtsgrundlagen das Projekt blockierten.

2. Politischer Kurswechsel zugunsten wirtschaftlicher Interessen
Rösti setzt bei touristischen Infrastrukturprojekten stärker auf wirtschaftliche Prioritäten statt auf Umwelt- und Landschaftsschutz. Dieser Kurswechsel betrifft nicht nur Anzère, sondern auch andere Walliser Projekte (z. B. Nendaz, Veysonnaz, Zermatt).

3. Hintergrund: Klimawandel und Zukunft des Wintertourismus
Laut Prognosen steigt die Schneefallgrenze pro Jahrzehnt um ca. 100 Meter. Skigebiete müssen deshalb in höhere Lagen investieren, um langfristig schneesicher zu bleiben. Dies führt zu milliardenschweren Ausbauplänen.

4. Streit um restriktive Richtlinie zur Erschliessung neuer Gebiete
Eine geplante Richtlinie zur Auslegung von Artikel 7 der Seilbahnverordnung hätte Neuerschliessungen stark eingeschränkt. Die Branche reagierte heftig; Rösti stoppte die Richtlinie. Kritiker sehen darin einen rechtlich heiklen Paradigmenwechsel.

5. Kritik von links und aus der Wissenschaft
Der grüne Nationalrat Christophe Clivaz wirft Rösti vor, die Verwaltung politisch zu lenken und gesetzliche Grundlagen zu umgehen. Grundsätzliche Kritik: Die Strategie «immer mehr Ausbau» sei nicht marktkonform, da der Skimarkt rückläufig sei.

6. Grosse geplante oder laufende Projekte
Beispiele:
Crans-Montana – Adelboden: Verbindung über den Plaine-Morte-Gletscher.
Samnaun – Ischgl: Neue Bergbahn für schneesichere Pisten.
Schilthorn: Gesamterneuerung der Luftseilbahn.

7. Soziale Dimension: Skifahren wird teurer
Klimawandel und teure Infrastruktur führen dazu, dass Skifahren zunehmend ein Elitesport werden könnte. Saisonabos für Bundesräte sind seit 2025 abgeschafft.

Re: Bundesrat Rösti sei dank...

Verfasst: 10.02.2026, 16:13
von Wooly
Auf jeden Fall ein sehr schöner Name für einen Schweizer Bundesrat .... :mrgreen:

Re: Bundesrat Rösti sei dank...

Verfasst: 11.02.2026, 20:39
von ski-chrigel
Rösti ist ein sehr grosser Gewinn für das UVEK, somit für das BAV und das BAZL, und somit für die Bergbahnen und die Fliegerei. Seine klavierspielende Vorgängerin hatte von diesen Themen nachweislich keine Ahnung und war eine grosse Verhinderin. Der politische Einfluss eines Departementchefs ist deutlich grösser, als man erwarten würde. Für unser Hobby und die Bergbahnen ist es daher sehr wichtig, dass dieses Schlüsseldepartement nach Röstis Abgang in bürgerlicher Hand bleibt.

Re: Bundesrat Rösti sei dank...

Verfasst: 12.02.2026, 00:00
von mafikS
"Nationalrat Christophe Clivaz wirft Rösti vor, die Verwaltung politisch zu lenken"

:mrgreen:

Was ist eigentlich Demokratie Herr Clivaz?

Re: Bundesrat Rösti sei dank...

Verfasst: 12.02.2026, 00:56
von Wooly
mafikS hat geschrieben: 12.02.2026, 00:00 Was ist eigentlich Demokratie Herr Clivaz?
Ich glaube du hast das nicht ganz verstanden ... Herr Clivatz ist einer dieser bösen "Grünen", die demokratisch immer mehr in der Schweiz gewählt werden, und der armen SVP, die das Alleinregierungsrecht in der Schweiz hatte, das Recht absprechen im Namen des frommen Tourismus einfach alle bestehenden Regeln und Gesetze zu verbiegen ... von daher denke ich er hat ganz gut verstanden was Demokratie ist ...

Re: Bundesrat Rösti sei dank...

Verfasst: 12.02.2026, 07:43
von intermezzo
Wooly hat geschrieben: 12.02.2026, 00:56
mafikS hat geschrieben: 12.02.2026, 00:00 Was ist eigentlich Demokratie Herr Clivaz?
(...)und der armen SVP, die das Alleinregierungsrecht in der Schweiz hatte (...))
???

Alleinregierungsrecht in der Schweiz? Was soll denn das?

Re: Bundesrat Rösti sei dank...

Verfasst: 12.02.2026, 08:04
von Gara
Wooly hat geschrieben: 12.02.2026, 00:56
mafikS hat geschrieben: 12.02.2026, 00:00 Was ist eigentlich Demokratie Herr Clivaz?
Ich glaube du hast das nicht ganz verstanden ... Herr Clivatz ist einer dieser bösen "Grünen", die demokratisch immer mehr in der Schweiz gewählt werden, und der armen SVP, die das Alleinregierungsrecht in der Schweiz hatte, das Recht absprechen im Namen des frommen Tourismus einfach alle bestehenden Regeln und Gesetze zu verbiegen ... von daher denke ich er hat ganz gut verstanden was Demokratie ist ...
Naja, die Geschichte der Schweizer Politik sieht definitiv nicht so aus. Die SVP hat seit 1991 nur in 2 Wahlen verloren, sie hat den Wähleranteil fast verdreifacht. Die Grünen hingegen sind eher stabil um die 10%. Wenn eine Partei je ein "Alleinregierungsrecht" hatte, dann die FDP im 19. Jahrhundert, aber sicher nicht die SVP. Die historisch staatstragenden Parteien der Schweiz sind FDP und Mitte (ehemals CVP / KKP).

Die Verwaltung soll nur Gesetze umsetzten, von dem her macht Rösti alles richtig.

Re: Bundesrat Rösti sei dank...

Verfasst: 12.02.2026, 17:34
von mafikS
Wooly hat geschrieben: 12.02.2026, 00:56
mafikS hat geschrieben: 12.02.2026, 00:00 Was ist eigentlich Demokratie Herr Clivaz?
Ich glaube du hast das nicht ganz verstanden ... Herr Clivatz ist einer dieser bösen "Grünen", die demokratisch immer mehr in der Schweiz gewählt werden, und der armen SVP, die das Alleinregierungsrecht in der Schweiz hatte, das Recht absprechen im Namen des frommen Tourismus einfach alle bestehenden Regeln und Gesetze zu verbiegen ... von daher denke ich er hat ganz gut verstanden was Demokratie ist ...

;)
"Bist Du bereit für den Weltuntergang?

Ja,
denn schlimmer als diese Show kann er nicht sein"

;)

Re: Bundesrat Rösti sei dank...

Verfasst: 12.02.2026, 18:19
von Wooly
Gara hat geschrieben: 12.02.2026, 08:04 Naja, die Geschichte der Schweizer Politik sieht definitiv nicht so aus. Die SVP hat seit 1991 nur in 2 Wahlen verloren, sie hat den Wähleranteil fast verdreifacht. Die Grünen hingegen sind eher stabil um die 10%. Wenn eine Partei je ein "Alleinregierungsrecht" hatte, dann die FDP im 19. Jahrhundert, aber sicher nicht die SVP. Die historisch staatstragenden Parteien der Schweiz sind FDP und Mitte (ehemals CVP / KKP).
Die SVP geriert sich aber schon lange die "richtige" Schweizer Partei zu sein, für die "richtigen" Schweizer ...

Gara hat geschrieben: 12.02.2026, 08:04 Die Verwaltung soll nur Gesetze umsetzten, von dem her macht Rösti alles richtig.
Genau das soll sie, und genau das macht sie aktuell in den Fällen nicht immer, genau darum geht es ja. Und was dabei herauskommt, wenn Verwaltungen politisch verbogen und unter Druck gesetzt werden, das hat man in Deutschland beim Love-Parade Unfall und in der Schweiz sehr aktuell in Crans-Montana gesehen ...

Re: Bundesrat Rösti sei dank...

Verfasst: 12.02.2026, 19:04
von Theo
Also die Politik lassen wir besser weg hier, das bringt nichts ausser streit. Das Departement von Rösti umfasst sehr viele Bereiche und da treffen Welten aufeinander und praktisch jeder meint der andere müsse hinten anstehen. Lasen wir es dabei.
In Anzere gab es nun ein Problem welches weder Rösti noch Clivaz verursacht haben, denn dafür sind sie beide schlicht zu jung und/oder zu wenig lange in der Politik.
Da gint es also eine Maiensäss-Zone, also im Prinzip eine Ferienhaus-Zone wo halt nicht ganzjährig genutzt werden kann. Eine Maiensäss oder ein Ferienhaus sind aber Zweitwohnungen und deren dürfen bekanntlich nicht mehr überall gebaut werden und zu den Orten wo dies der Fall ist dürfte Anzere ziemlich sicher dazu gehören.

Was machen wir jetzt also mit dieser Maiensäss-Zone, die als solche für das was sie einmal geschaffen wurde nicht mehr genutzt werden kann? Können Teile dieser Mainsäss-Zone zur Skisport-Zone werden oder wird alles "automatisch" Landwirtschafts-Zone oder übriges Gemeindegebiet?
Dass da die Meinungen sehr weit auseinander gehen muss man jetzt glaube ich nicht speziell erwähnen.
Einigen wäre es wohl recht gewesen wenn man darüber erst mal 20 Jahre diskutiert hätte, 20 Jahre in denen natürlich nichts hätte gemacht werden dürfen.

Der Departementschef hat gesagt das geht so nicht, aus ende.