Mit Tourenski zur Martinsbaude (Riesengebirge; CZ)
Verfasst: 04.02.2026, 16:48
Startpunkt unserer Skihochtour im Riesengebirge war Harrachsdorf (Harrachov).
Als ich 1977 zum ersten Mal hier Ski laufen war, gab es am Teufelsberg (Čertova hora) weder einen Lift noch eine Abfahrtspiste oder die Skiflugschanze. Inzwischen ist die einst legendäre Skiflugschanze schon seit vielen Jahren nur noch eine Ruine. Doch der Lift bis auf 1.022 m existiert noch und erleichtert uns den Aufstieg.
Am Anfang geht es entlang des großen Loipennetzes durch den Wald.
Dabei kreuzt man des Alpinskigebiet von Rochlitz an der Iser (Rokytnice nad Jizerou). Für mich ist es wegen des großen Höhenunterschieds (630 – 1 315 m) und der südseitigen Ausrichtung der Pisten eines der schönsten Alpinskigebiete des Riesengebirges.
Ab der Rochlitzer Hofbaude (Dvoračky) in 1.140 m enden die Langlaufloipen und es wird eine richtige Skihochtour.
Es geht hinauf zum Plateau der Elbwiese, dem Quellgebiet der Elbe.
Wir erreichen die Martinsbaude (Martinova bouda) knapp 4 Stunden nach dem Start auf dem Teufelsberg.
Sie liegt in 1.255 m knapp unterhalb des Hauptkamms des Riesengebirges und bot bei unserem Aufenthalt (Anfang Februar 2026) sehr gute Schneeverhältnisse.
Bereits 1795 wurde hier eine Bergbaude errichtet. Die aktuellen Gebäude stammen aus der Zeit um 1900 („als Böhmen noch bei Österreich war.“). Die Martinsbaude hat nicht nur eine lange Geschichte, sondern ist auch ein sehr typisches Beispiel für die Baudenkultur im Riesengebirge. Sie ist nicht kaputt-saniert und bietet eine gemütliche Unterkunft sowie leckere böhmische Küche.
Zum Schluss noch einige Impressionen unserer Skihochtouren im winterlichen Riesengebirge in der Umgebung der Baude und im Tal der Elbe.