First Time Laax
Verfasst: 02.02.2026, 12:16
First Time Ski in Graubünden, First Time Ski in Laax, First Time Ski with Ski Chrigel
Heute ist mein erster Skitag in Laax, einem Gebiet, das man in der Schweiz sehr gut kennt und von dem ich schon viel gehört habe. Um das kurz klarzustellen: Ich war zwar schon viermal in Laax, zweimal im Sommer, einmal im Frühling und einmal im Winter. Im Sommer hielt ich mich jedoch immer im Talboden auf und im Winter war ich als Fussgänger Richtung Foppa und damals noch Naraus unterwegs.
Ich war also gespannt auf meinen ersten richtigen Skitag in Graubünden, abgesehen von Sedrun, welches ich bereits von Andermatt aus befahren habe. Die Erwartungen waren tief und die Messlatte tief. Ein Wahlzermatter in Laax eben
Glücklicherweise konnte ich am Freitag und Samstag im Hoch Ybrig Homeoffice machen, wodurch die Anfahrt nach Flims deutlich kürzer war als von Zermatt aus. Von Samstag auf Sonntag durfte ich netterweise bei Chrigel und Andy in Flims übernachten.
Am Sonntagmorgen ging es dann endlich los. Mit dem Bus direkt zu den Talstationen in Flims.
Als ich das letzte Mal den FlemX nahm, war die Bahn nur bis Startgels gebaut und an der Talstation herrschte pures Chaos. Dieses Mal war davon nichts zu spüren. Die Bahn lief ruhig und sauber. Trotzdem ist es für mich persönlich keine wirkliche Innovation, drei Minuten auf eine Kabine zu warten, anstatt einfach direkt in eine permanent laufende Bahn einzusteigen. Aber naja, ist halt so.
Zügig fuhren wir nach Segnes und schnallten dort unsere Skis an. Dann fuhr die Truppe los und ich hinterher. Zum Glück war ich irgendwann sogar vorne, obwohl ich den Pistenverlauf überhaupt nicht kannte und die Station Startgels beinahe verpasst hätte.
Wir fuhren die Piste viermal, sie war wahrlich ein Highlight und hat mir sehr gut gefallen. Auffällig war, dass in Flims/Laax keine Terrainveränderungen vorgenommen werden, und dementsprechend die Pisten teilweise eine etwas hügelige Angelegenheit sind.
Nach der vierten Fahrt ziehen wir weiter nach Flims, zum Glück kann man hier nicht falsch fahren, denn meine Truppe habe ich aus dem Blick verloren. Am Arena Express angekommen, warte ich eine Weile, Chrigel trifft ein, schnallt Ski ab und geht ohne was zu sagen rein ins Stationsgebäude, ich folge Ihm und warte mit Ihm innen auf die anderen. Oben angekommen wiederholen wir Plaun noch einmal, die Piste ist aber nicht so der Hit. Jegliche Hügel und viele Leute (Mit Hügel meine ich wirklich Hügel und nicht etwa Buckel). Dann fahren wir mit dem Sessel wieder hoch auf den Crap. Hier mache ich mit Alex und Andy eine kurze Fotopause um die Pendelbahn abzulichten. Die Habegger Bahn ist hier seit 1968 in Betrieb und ein Meisterwerk der Technik. Auch optisch weiss sie gut herzuhalten. Der Rest fährt noch einmal Plaun. Hier habe ich mich wirklich gefragt, wie es sein kann, dass an diesem Tag bis zu 117 Franken verlangt wurden, und das bei diesem Angebot. In Zermatt erhält man für diesen Preis mehr als das Doppelte an Pistenkilometern und generell ein deutlich grösseres Wow Gefühl.
Einen Apéro gibt es dann doch noch in der gemütlichen Stube mit Chrigel, Andy, Frans und Elias. Es war ein toller Tag und ein ebenso tolles Erlebnis.
An dieser Stelle nochmals vielen Dank für die Gastfreundschaft und das Guiding durch den ganzen Tag, und dafür, dass ihr extra wegen mir die schnelle Pendelbahn genommen habt.
Fazit:
Laax hat mir insgesamt gefallen. Auch im Sommer gefällt mir die Gegend sehr, vor allem die Wälder rund um Flims finde ich immer wieder wunderschön. Ebenfalls schätze ich die langen Abfahrten am Crap, Segnes, Muotta Rodunda und La Siala, auch wenn sie sehr terrainnah sind.
Weniger gefallen hat mir hingegen der Bereich Vorab, mit der aus meiner Sicht unpraktischen Bahn, dem wenig ansprechenden Restaurant und den eher enttäuschenden Pisten. Die Aussicht dort oben war allerdings top.
Ein grosser Pluspunkt ist für mich das Laax Branding. Alles ist sehr schön gestaltet, mit coolen Logos und Schildern. Auch die Stationsgebäude in Laax sowie der Empfang in Flims sind architektonisch sehr gelungen, Hut ab dafür.
Den FlemX Express finde ich grundsätzlich spannend. Es ist beeindruckend, wie die Kabinen ihren Weg durch die Stationen finden, wenden, anhalten und weiterfahren. Trotzdem empfinde ich die Anlage als mühsam. Es dauert lange, bis eine Kabine kommt, sie wieder wegfährt und neue leere Gondeln eintreffen. Für mich ist das schlicht ineffizient. Würde diese Bahn irgendwann in eine klassische Zehner Gondelbahn umgebaut, wäre das eine grossartige Anlage.
Ein weiterer Punkt ist die fehlende Beschneiung. Über 200 Pistenkilometer werden beworben, geöffnet waren jedoch nur rund 100, und das bei einem Preis von über 110 Franken. Da hat Zermatt meiner Meinung nach deutlich mehr zu bieten, und die Pistenqualität ist mit Abstand besser.
Trotzdem gab es sehr schöne Abfahrten, insbesondere rund um Startgels, Crap und im Gebiet Nagens.
Laax ist ein tolles Skigebiet, für mich persönlich jedoch das Geld nicht wert, weshalb ich es nicht unbedingt weiterempfehlen würde. Nichtsdestotrotz hat es grossen Spass gemacht, in so toller Gesellschaft unterwegs zu sein. Einfach alles super Leute.
Heute ist mein erster Skitag in Laax, einem Gebiet, das man in der Schweiz sehr gut kennt und von dem ich schon viel gehört habe. Um das kurz klarzustellen: Ich war zwar schon viermal in Laax, zweimal im Sommer, einmal im Frühling und einmal im Winter. Im Sommer hielt ich mich jedoch immer im Talboden auf und im Winter war ich als Fussgänger Richtung Foppa und damals noch Naraus unterwegs.
Ich war also gespannt auf meinen ersten richtigen Skitag in Graubünden, abgesehen von Sedrun, welches ich bereits von Andermatt aus befahren habe. Die Erwartungen waren tief und die Messlatte tief. Ein Wahlzermatter in Laax eben
Glücklicherweise konnte ich am Freitag und Samstag im Hoch Ybrig Homeoffice machen, wodurch die Anfahrt nach Flims deutlich kürzer war als von Zermatt aus. Von Samstag auf Sonntag durfte ich netterweise bei Chrigel und Andy in Flims übernachten.
Am Sonntagmorgen ging es dann endlich los. Mit dem Bus direkt zu den Talstationen in Flims.
Als ich das letzte Mal den FlemX nahm, war die Bahn nur bis Startgels gebaut und an der Talstation herrschte pures Chaos. Dieses Mal war davon nichts zu spüren. Die Bahn lief ruhig und sauber. Trotzdem ist es für mich persönlich keine wirkliche Innovation, drei Minuten auf eine Kabine zu warten, anstatt einfach direkt in eine permanent laufende Bahn einzusteigen. Aber naja, ist halt so.
Zügig fuhren wir nach Segnes und schnallten dort unsere Skis an. Dann fuhr die Truppe los und ich hinterher. Zum Glück war ich irgendwann sogar vorne, obwohl ich den Pistenverlauf überhaupt nicht kannte und die Station Startgels beinahe verpasst hätte.
Wir fuhren die Piste viermal, sie war wahrlich ein Highlight und hat mir sehr gut gefallen. Auffällig war, dass in Flims/Laax keine Terrainveränderungen vorgenommen werden, und dementsprechend die Pisten teilweise eine etwas hügelige Angelegenheit sind.
Nach der vierten Fahrt ziehen wir weiter nach Flims, zum Glück kann man hier nicht falsch fahren, denn meine Truppe habe ich aus dem Blick verloren. Am Arena Express angekommen, warte ich eine Weile, Chrigel trifft ein, schnallt Ski ab und geht ohne was zu sagen rein ins Stationsgebäude, ich folge Ihm und warte mit Ihm innen auf die anderen. Oben angekommen wiederholen wir Plaun noch einmal, die Piste ist aber nicht so der Hit. Jegliche Hügel und viele Leute (Mit Hügel meine ich wirklich Hügel und nicht etwa Buckel). Dann fahren wir mit dem Sessel wieder hoch auf den Crap. Hier mache ich mit Alex und Andy eine kurze Fotopause um die Pendelbahn abzulichten. Die Habegger Bahn ist hier seit 1968 in Betrieb und ein Meisterwerk der Technik. Auch optisch weiss sie gut herzuhalten. Der Rest fährt noch einmal Plaun. Hier habe ich mich wirklich gefragt, wie es sein kann, dass an diesem Tag bis zu 117 Franken verlangt wurden, und das bei diesem Angebot. In Zermatt erhält man für diesen Preis mehr als das Doppelte an Pistenkilometern und generell ein deutlich grösseres Wow Gefühl.
Einen Apéro gibt es dann doch noch in der gemütlichen Stube mit Chrigel, Andy, Frans und Elias. Es war ein toller Tag und ein ebenso tolles Erlebnis.
An dieser Stelle nochmals vielen Dank für die Gastfreundschaft und das Guiding durch den ganzen Tag, und dafür, dass ihr extra wegen mir die schnelle Pendelbahn genommen habt.
Fazit:
Laax hat mir insgesamt gefallen. Auch im Sommer gefällt mir die Gegend sehr, vor allem die Wälder rund um Flims finde ich immer wieder wunderschön. Ebenfalls schätze ich die langen Abfahrten am Crap, Segnes, Muotta Rodunda und La Siala, auch wenn sie sehr terrainnah sind.
Weniger gefallen hat mir hingegen der Bereich Vorab, mit der aus meiner Sicht unpraktischen Bahn, dem wenig ansprechenden Restaurant und den eher enttäuschenden Pisten. Die Aussicht dort oben war allerdings top.
Ein grosser Pluspunkt ist für mich das Laax Branding. Alles ist sehr schön gestaltet, mit coolen Logos und Schildern. Auch die Stationsgebäude in Laax sowie der Empfang in Flims sind architektonisch sehr gelungen, Hut ab dafür.
Den FlemX Express finde ich grundsätzlich spannend. Es ist beeindruckend, wie die Kabinen ihren Weg durch die Stationen finden, wenden, anhalten und weiterfahren. Trotzdem empfinde ich die Anlage als mühsam. Es dauert lange, bis eine Kabine kommt, sie wieder wegfährt und neue leere Gondeln eintreffen. Für mich ist das schlicht ineffizient. Würde diese Bahn irgendwann in eine klassische Zehner Gondelbahn umgebaut, wäre das eine grossartige Anlage.
Ein weiterer Punkt ist die fehlende Beschneiung. Über 200 Pistenkilometer werden beworben, geöffnet waren jedoch nur rund 100, und das bei einem Preis von über 110 Franken. Da hat Zermatt meiner Meinung nach deutlich mehr zu bieten, und die Pistenqualität ist mit Abstand besser.
Trotzdem gab es sehr schöne Abfahrten, insbesondere rund um Startgels, Crap und im Gebiet Nagens.
Laax ist ein tolles Skigebiet, für mich persönlich jedoch das Geld nicht wert, weshalb ich es nicht unbedingt weiterempfehlen würde. Nichtsdestotrotz hat es grossen Spass gemacht, in so toller Gesellschaft unterwegs zu sein. Einfach alles super Leute.