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Interaktiver Rechner - wieviel Schnee hat ihr Skigebiet verloren?

Verfasst: 01.02.2026, 08:55
von benjamin
Der Tages-Anzeiger/Sonntagszeitung hat heute 01.02.26 hat einen interaktiven Rechner aufgeschaltet zum Thema: wieviel Schnee hat ihr Skigebiet in den letzten 30 Jahr verloren? Wo liege die kritischen Zonen in den jeweiligen Skigebieten? Es hat auch diverse interaktive Karten je Skigebiet. In Laax hat die Schneesicherheit nur um 5% abgenommen, in Andermatt-Sedrun-Disentis hat sie gar nicht abgenommen, ausser im Disentis Teil (Talabfahrt)

Zusammenfassung mit KI

Der Artikel zeigt anhand neuer Daten des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) und von MeteoSchweiz, wie stark die Schneesicherheit in Schweizer Skigebieten seit den 1960er‑Jahren abgenommen hat. Der Rückgang beträgt je nach Region und Höhenlage bis zu 8 % Schneehöhe pro Jahrzehnt – ein klarer Effekt des Klimawandels.

🔍 Zentrale Befunde
Schneesicherheit definiert: Mindestens 30 cm natürliche Schneedecke während 100 Tagen pro Wintersaison.
Vergleich zweier Zeiträume: 1964–1993 vs. 1994–2023.
Ergebnis: Die 119 grössten Skigebiete der Schweiz haben zusammen mehrere hundert Pistenkilometer an schneesicheren Flächen verloren.

🏔️ Betroffene Gebiete
Kleine Skigebiete
Besonders stark betroffen, da sie oft in tieferen Lagen liegen.
Beispiele:
Mörlialp (OW): Rückgang von 100 % – heute keine einzige schneesichere Piste mehr.
Wiriehorn (BE): Ebenfalls –100 %.

Mittelgrosse Skigebiete
Sehr unterschiedliche Entwicklungen je nach Lage.
Lauchernalp (VS): Keine Veränderung, weiterhin ~90 % schneesicher.
Wildhaus (SG): Nur noch ein Drittel der Pisten schneesicher (–38 %).
Savognin (GR): –50 %, trotz höherer Lage.

Grosse Skigebiete
Tendenziell stabiler, aber ebenfalls betroffen.
Jungfrau-Region: Kaum Veränderung, weiterhin ~80 % schneesicher.
Gstaad: Starker Rückgang (–49 %), nur noch 16 % schneesicher.
Arosa–Lenzerheide: Weniger als die Hälfte der Pisten schneesicher (–23 %).

❄️ Rolle von Kunstschnee
Kunstschnee wird zunehmend unverzichtbar – selbst in hochgelegenen Gebieten.

Gründe:
Sicherstellung des Saisonstarts im November
Glatte, breite Pisten
Kompensation schneearmer Winter
Kosten: In grossen Gebieten bis zu 43’000 CHF pro Tag.

Blick in die Zukunft
Laut Seilbahnen Schweiz wird die Schneedecke bis 2050 um weitere 10–30 % abnehmen.
Tiefe und mittlere Lagen (<1500 m) sind am stärksten betroffen.
Auch die technische Beschneiung wird schwieriger, weil es wärmer wird.

Konsequenzen:
Mehr Alternativangebote im Winter (z. B. Winterwandern, Wellness).
Einige Gebiete steigen auf Bike‑Tourismus um.
Langfristig überleben wohl nur grosse, hochgelegene Skigebiete.