Piz Mundaun-Obersaxen-Lumnezia // 25.2 - 4.3.2023 // The new normal?
Verfasst: 12.01.2026, 15:17
Die aktuell nach wie vor mehr als nur maue Schneelage in Obersaxen hat bei mir Erinnerungen wachgerufen. In der Saison 2022/23 war es ebenfalls höchst prekär mit dem Schnee. Und das nicht nur in Obersaxen, aber die Schneearmut dieser nicht besonders tollen Saison traf damals insbesondere das generell nicht oder nur sehr selten mit üppigen Niederschlägen gesegnete Obersaxen-Plateau besonders hart. Ein Grossteil der Pisten war zu - und das wochenlang. Und weil es damals (März 2023) die Alpinfans ja noch gar nicht gab, erlaube ich mir, diesen Bericht hier nachträglich einzustellen.
Möge es dieses Jahr besser kommen!
Piz Mundaun-Obersaxen-Lumnezia // 25.2 - 4.3.2023 // The new normal?
Tja, der Winter hat es mit der Surselva nicht gut gemeint in der Saison 2022/23. Und in Obersaxen fiel noch weniger Schnee als in den direkt umliegenden Ski-Destinationen. Das hat durchaus Tradition, ist doch das vergleichsweise tiefgelegene Obersaxen durch sein spezielles Mikroklima bekannt. Dazu gehört unter anderem auch, dass teilweise deutlich weniger Schnee fällt als beispielsweise in Brigels oder in Laax Flims gegenüber.

Auch wenn die Schneesituation noch nie so bitter war wie in diesem Jahr - zumindest seit ich hierher komme (1983): Es liess sich (dank Kunstschnee) tatsächlich Skifahren in Obersaxen. Aber natürlich auf vergleichsweise ziemlich bescheidenem Niveau, schliesslich war ja nur ein Bruchteil der Pisten offen. Was ich ziemlich frech fand, war die Tatsache, dass für die Tageskarte der volle Preis von 63 Franken verlangt wurde. Auch in vielen anderen Schweizer Skigebieten wurde und wird trotz massiv eingeschränktem Angebot die Full-Price-Variante verfolgt. Nun, ich fände ja schon eine Mini-Reduktion um 5 Franken eine schöne Geste. Aber eben: Lassen wir das, sympathisch finde ich diese Preispolitik trotzdem nicht.
Gut bis sehr gut fahrbar waren die Pisten auf der beschneiten Hauptachse Meierhof bzw. Misanenga-Stein-Val Lumnezia. Sonst war fast alles dicht. Die grosse Ausnahme war der Sez Ner-Sektor. Dort, wo es normalerweise immer sehr voll ist, herrschte über die ganz Woche hinweg die totale Leere. Geschätzt waren jeweils nicht mehr als 30 Leute dort, während auf der beschneiten Hauptachse immer sehr viel (manchmal viel zu viel) los war. Die 100 Prozent Naturschnee-Pisten am Sez Ner waren sogar richtig gut.
Insgesamt war ich nur gerade zwei Tage in Obersaxen zum Skifahren. Auch eine neue Erfahrung. Die anderen beiden Tage in Obersaxen war ich wandern, was aufgrund der guten Bedingungen;-) grossen Spass gemacht hat. Und das meine ich Ernst. Die restlichen beiden von total sieben Tagen verbrachte ich mit Freunden in Flims Laax. Ein ausführlicher Bericht zu Obersaxen folgt dann wie üblich step by step.
Vorab einige Bilder:
Kein Schnee - folglich auch kein Skibetrieb: Sesselbahn Valata - Cuolm Sura...



Hier führt normalerweise die Talabfahrt nach Valata durch:

6KSB Stein Zoom:

Bei der Talstation in Meierhof:

Vis-à-vis: Brigels und sein Schneeband...

4KSB Meierhof-Kartitscha...

It snows and snows...




Kartitscha:

Die beschneiten Pisten waren manchmal gut gefüllt. Kein Wunder angesichts des Mini-Angebots.


Wechsel zum Sez Ner. Hier alles Naturschnee. Und Privatskigebiet. Pisten waren erstaunlicherweise gut.







Rückfahrt mit dem 3er-Sessel Wali - Stein. Mit talfahrenden Skifahrern...

Schneeband im Val Lumnezia bei Vella. Piste war absolut okay, da es kalt war.

Gipfel Hitzeggen komplett aper:

Talstation in Vella mit Pistenbully:







Kartitscha. Mittlerweile ist hier ja Endstation. Früher ging ein fixgeklemmter Dreiersessel zum Stein weiter. Für mich nach wie vor unverständlich, wieso man diese Anlage ersatzlos gestrichen hat. Neubau Untermatt-Stein hin oder her. Rechts oben, der schöne Hang, das wäre im Normalfall eine wunderbare Piste...

In der ersten Wochenhälfte war es knackig kalt. Praktisch überall liefen die Schneilanzen:

Die Kunstschnee-Piste nach Misanenga war in hervorragendem Zustand. Auf der gegenüberliegenden Seite gut erkennbar die Talabfahrt nach Waltensburg:

Hier sieht man, wie wenig Schnee liegt: bei Untermatt...

Auf der 6KSB zum Stein. Die (Naturschnee-)Piste links war zwar gesperrt, aber super griffig und bestens zu fahren:

Überfahrt vomn Stein zum Sez Ner. Die Pisten waren offiziell gesperrt...

Auch hier gut erkennbar, dass nur noch ein Flaum an Weiss draufliegt...

Blick zurück zur Sesselbahn Wali-Stein:

Piste Stein - Wali war gut machbar, aber sie war pickelhart und machte wenig Spass:



Auch der Ausblick vom Sez Ner spricht Bände. Hier führt normalerweise die Piste ins Lugnez durch...


Das Bergrestaurant Sez Ner hatte man quasi für sich alleine. Auch eine neue Erfahrung:


Blick vom Sez in Richtung Skigebiet Brigels:

Die Pisten am Sez waren gut. Das Braune war nur Dreck, keinerlei Steine:



Und so gingen sich zahlreiche Wiederholungsfahrten am Sez aus:




Tristesse pur hingegen im Bereich Cuolm Sura bzw. Piz Mundaun. Weisse Bänder in grüner Landschaft...


Fussgängerbetrieb statt Skifahren: The new normal?

Bergstation Valata-Cuolm Sura:

Ich wollte unbedingt die Talabfahrt machen. Keine gute Idee. War mehrheitlich ein Fussmarsch mit Skischuhen anstatt Wanderschuhen. Naja, war trotzdem irgendwie noch cool...

Immerhin konnte man von Zeit zu Zeit wieder die Ski anschnallen:

Dann aber war fertig lustig. In der Nähe von Surcuolm gabs nur noch eines - Abstiefeln auf Alpwiesen:

Aufhellungen in der oberen Surselva:





Rund um den Sez:




WSO forever...

Wie im Herbst: Sesselbahn Wali - Stein...

Signina-Gruppe in ihrer vollen Pracht:



Möge es dieses Jahr besser kommen!
Piz Mundaun-Obersaxen-Lumnezia // 25.2 - 4.3.2023 // The new normal?
Tja, der Winter hat es mit der Surselva nicht gut gemeint in der Saison 2022/23. Und in Obersaxen fiel noch weniger Schnee als in den direkt umliegenden Ski-Destinationen. Das hat durchaus Tradition, ist doch das vergleichsweise tiefgelegene Obersaxen durch sein spezielles Mikroklima bekannt. Dazu gehört unter anderem auch, dass teilweise deutlich weniger Schnee fällt als beispielsweise in Brigels oder in Laax Flims gegenüber.

Auch wenn die Schneesituation noch nie so bitter war wie in diesem Jahr - zumindest seit ich hierher komme (1983): Es liess sich (dank Kunstschnee) tatsächlich Skifahren in Obersaxen. Aber natürlich auf vergleichsweise ziemlich bescheidenem Niveau, schliesslich war ja nur ein Bruchteil der Pisten offen. Was ich ziemlich frech fand, war die Tatsache, dass für die Tageskarte der volle Preis von 63 Franken verlangt wurde. Auch in vielen anderen Schweizer Skigebieten wurde und wird trotz massiv eingeschränktem Angebot die Full-Price-Variante verfolgt. Nun, ich fände ja schon eine Mini-Reduktion um 5 Franken eine schöne Geste. Aber eben: Lassen wir das, sympathisch finde ich diese Preispolitik trotzdem nicht.
Gut bis sehr gut fahrbar waren die Pisten auf der beschneiten Hauptachse Meierhof bzw. Misanenga-Stein-Val Lumnezia. Sonst war fast alles dicht. Die grosse Ausnahme war der Sez Ner-Sektor. Dort, wo es normalerweise immer sehr voll ist, herrschte über die ganz Woche hinweg die totale Leere. Geschätzt waren jeweils nicht mehr als 30 Leute dort, während auf der beschneiten Hauptachse immer sehr viel (manchmal viel zu viel) los war. Die 100 Prozent Naturschnee-Pisten am Sez Ner waren sogar richtig gut.
Insgesamt war ich nur gerade zwei Tage in Obersaxen zum Skifahren. Auch eine neue Erfahrung. Die anderen beiden Tage in Obersaxen war ich wandern, was aufgrund der guten Bedingungen;-) grossen Spass gemacht hat. Und das meine ich Ernst. Die restlichen beiden von total sieben Tagen verbrachte ich mit Freunden in Flims Laax. Ein ausführlicher Bericht zu Obersaxen folgt dann wie üblich step by step.
Vorab einige Bilder:
Kein Schnee - folglich auch kein Skibetrieb: Sesselbahn Valata - Cuolm Sura...



Hier führt normalerweise die Talabfahrt nach Valata durch:

6KSB Stein Zoom:

Bei der Talstation in Meierhof:

Vis-à-vis: Brigels und sein Schneeband...

4KSB Meierhof-Kartitscha...

It snows and snows...




Kartitscha:

Die beschneiten Pisten waren manchmal gut gefüllt. Kein Wunder angesichts des Mini-Angebots.


Wechsel zum Sez Ner. Hier alles Naturschnee. Und Privatskigebiet. Pisten waren erstaunlicherweise gut.







Rückfahrt mit dem 3er-Sessel Wali - Stein. Mit talfahrenden Skifahrern...

Schneeband im Val Lumnezia bei Vella. Piste war absolut okay, da es kalt war.

Gipfel Hitzeggen komplett aper:

Talstation in Vella mit Pistenbully:







Kartitscha. Mittlerweile ist hier ja Endstation. Früher ging ein fixgeklemmter Dreiersessel zum Stein weiter. Für mich nach wie vor unverständlich, wieso man diese Anlage ersatzlos gestrichen hat. Neubau Untermatt-Stein hin oder her. Rechts oben, der schöne Hang, das wäre im Normalfall eine wunderbare Piste...

In der ersten Wochenhälfte war es knackig kalt. Praktisch überall liefen die Schneilanzen:

Die Kunstschnee-Piste nach Misanenga war in hervorragendem Zustand. Auf der gegenüberliegenden Seite gut erkennbar die Talabfahrt nach Waltensburg:

Hier sieht man, wie wenig Schnee liegt: bei Untermatt...

Auf der 6KSB zum Stein. Die (Naturschnee-)Piste links war zwar gesperrt, aber super griffig und bestens zu fahren:

Überfahrt vomn Stein zum Sez Ner. Die Pisten waren offiziell gesperrt...

Auch hier gut erkennbar, dass nur noch ein Flaum an Weiss draufliegt...

Blick zurück zur Sesselbahn Wali-Stein:

Piste Stein - Wali war gut machbar, aber sie war pickelhart und machte wenig Spass:



Auch der Ausblick vom Sez Ner spricht Bände. Hier führt normalerweise die Piste ins Lugnez durch...


Das Bergrestaurant Sez Ner hatte man quasi für sich alleine. Auch eine neue Erfahrung:


Blick vom Sez in Richtung Skigebiet Brigels:

Die Pisten am Sez waren gut. Das Braune war nur Dreck, keinerlei Steine:



Und so gingen sich zahlreiche Wiederholungsfahrten am Sez aus:




Tristesse pur hingegen im Bereich Cuolm Sura bzw. Piz Mundaun. Weisse Bänder in grüner Landschaft...


Fussgängerbetrieb statt Skifahren: The new normal?

Bergstation Valata-Cuolm Sura:

Ich wollte unbedingt die Talabfahrt machen. Keine gute Idee. War mehrheitlich ein Fussmarsch mit Skischuhen anstatt Wanderschuhen. Naja, war trotzdem irgendwie noch cool...

Immerhin konnte man von Zeit zu Zeit wieder die Ski anschnallen:

Dann aber war fertig lustig. In der Nähe von Surcuolm gabs nur noch eines - Abstiefeln auf Alpwiesen:

Aufhellungen in der oberen Surselva:





Rund um den Sez:




WSO forever...

Wie im Herbst: Sesselbahn Wali - Stein...

Signina-Gruppe in ihrer vollen Pracht:






















































































































































































































