Monte Verena | Blaue Hauben im Süden
Verfasst: 16.08.2025, 13:43
März 2024
Wer durch Venetien der SP78 entlangfährt, stösst in der kleinen Ortschaft Mezzaselva auf einen Wegweiser, der Wintersportler mit der Aufschrift Sciovie Verena 2000 in Richtung Norden lotst. Es folgt ein unscheinbares Strässchen, das weniger durch seine Belagsqualität als vielmehr durch seine Länge auffällt. Nach etwa zehn Kilometern und einer gefühlten Ewigkeit erreicht man schliesslich einen Schlagbaum, der den Zugang zu einer grosszügigen Parkplatzfläche markiert. Von hier aus ist das Ziel bereits gut zu sehen. Eine kuppelbare Sesselbahn zieht sich in gerader Linie vom Parkplatz hinauf bis zum Monte Verena. Kaum zu glauben, aber hier steht tatsächlich eine moderne Sesselbahn mit blauen Hauben, wie man es sonst aus Zermatt kennt. Doch mit Zermatt hat das hier wenig zu tun, alles ist zweckmässig eingerichtet. Ein grosser Parkplatz, einige Infrastrukturgebäude und eine Handvoll Lifte, die ebenso eine Handvoll Pisten erschliessen.
Die lange kuppelbare Sesselbahn ist die Hauptanlage des Skigebiets und erschliesst nahezu alle Pistenbereiche. Bei unserem Besuch war die parallele fixe Zweiersesselbahn nicht in Betrieb. Eine weitere fixe Zweiersesselbahn bedient die unteren, etwas steileren Pistenabschnitte. Ein kurzer Tellerlift mit angeschlossenem Kinderland ergänzt das Angebot am Monte Verena. Interessant ist, dass die heutige kuppelbare Anlage eine kuriose fixgeklemmte Doppel-Zweiersesselbahn ersetzt hat. Angesichts der Streckenlänge muss das für so manchen Gast eine Geduldsprobe gewesen sein. Davon zeugt heute sichtbar nur noch die ehemalige Bergstation und vielleicht sind die blauen Hauben auch ein leiser Verweis auf die zahlreichen blauen Doppelstützen von damals.
Das Skigebiet konzentriert sich im Wesentlichen auf einen einzigen Hang, weshalb sich die Abfahrten vor allem durch Ziehwegpassagen, einige Kurven oder steilere Abschnitte unterscheiden. Die meisten Hänge sind nach Süden ausgerichtet, sodass man sich in den Frühlingsmonaten auf sulzige Schneeverhältnisse einstellen muss. Trotz der modernen Infrastruktur sind die Betriebszeiten eher rudimentär. Von Dezember bis April, wenn genügend Schnee liegt, heisst es vor Ort. Man hat sich hier längst mit den zunehmend schneearmen Zeiten arrangiert. Doch wenn die Verhältnisse einmal stimmen, lohnt sich ein Besuch allemal. Für einen halben oder sogar ganzen Tag lässt es sich hier gut aushalten, auch wenn das Gebiet überschaubar bleibt. Monte Verena ist kein Skigebiet, das man tief im Gedächtnis behält, doch für eine kurze Auszeit abseits der grossen Namen der Alpen ist es eine willkommene Abwechslung.
Pistenplan Verena 2000
Ich hoffe der Bericht gefällt!
Wer durch Venetien der SP78 entlangfährt, stösst in der kleinen Ortschaft Mezzaselva auf einen Wegweiser, der Wintersportler mit der Aufschrift Sciovie Verena 2000 in Richtung Norden lotst. Es folgt ein unscheinbares Strässchen, das weniger durch seine Belagsqualität als vielmehr durch seine Länge auffällt. Nach etwa zehn Kilometern und einer gefühlten Ewigkeit erreicht man schliesslich einen Schlagbaum, der den Zugang zu einer grosszügigen Parkplatzfläche markiert. Von hier aus ist das Ziel bereits gut zu sehen. Eine kuppelbare Sesselbahn zieht sich in gerader Linie vom Parkplatz hinauf bis zum Monte Verena. Kaum zu glauben, aber hier steht tatsächlich eine moderne Sesselbahn mit blauen Hauben, wie man es sonst aus Zermatt kennt. Doch mit Zermatt hat das hier wenig zu tun, alles ist zweckmässig eingerichtet. Ein grosser Parkplatz, einige Infrastrukturgebäude und eine Handvoll Lifte, die ebenso eine Handvoll Pisten erschliessen.
Die lange kuppelbare Sesselbahn ist die Hauptanlage des Skigebiets und erschliesst nahezu alle Pistenbereiche. Bei unserem Besuch war die parallele fixe Zweiersesselbahn nicht in Betrieb. Eine weitere fixe Zweiersesselbahn bedient die unteren, etwas steileren Pistenabschnitte. Ein kurzer Tellerlift mit angeschlossenem Kinderland ergänzt das Angebot am Monte Verena. Interessant ist, dass die heutige kuppelbare Anlage eine kuriose fixgeklemmte Doppel-Zweiersesselbahn ersetzt hat. Angesichts der Streckenlänge muss das für so manchen Gast eine Geduldsprobe gewesen sein. Davon zeugt heute sichtbar nur noch die ehemalige Bergstation und vielleicht sind die blauen Hauben auch ein leiser Verweis auf die zahlreichen blauen Doppelstützen von damals.
Das Skigebiet konzentriert sich im Wesentlichen auf einen einzigen Hang, weshalb sich die Abfahrten vor allem durch Ziehwegpassagen, einige Kurven oder steilere Abschnitte unterscheiden. Die meisten Hänge sind nach Süden ausgerichtet, sodass man sich in den Frühlingsmonaten auf sulzige Schneeverhältnisse einstellen muss. Trotz der modernen Infrastruktur sind die Betriebszeiten eher rudimentär. Von Dezember bis April, wenn genügend Schnee liegt, heisst es vor Ort. Man hat sich hier längst mit den zunehmend schneearmen Zeiten arrangiert. Doch wenn die Verhältnisse einmal stimmen, lohnt sich ein Besuch allemal. Für einen halben oder sogar ganzen Tag lässt es sich hier gut aushalten, auch wenn das Gebiet überschaubar bleibt. Monte Verena ist kein Skigebiet, das man tief im Gedächtnis behält, doch für eine kurze Auszeit abseits der grossen Namen der Alpen ist es eine willkommene Abwechslung.
Pistenplan Verena 2000
Ich hoffe der Bericht gefällt!