14.06.2025 - Mit dem Bike auf den Hoch Ybrig
Verfasst: 16.06.2025, 19:36
Es ist Samstag Morgen gegen halb neun als ich aufstehe. Am Freitag Abend war ich noch zu einem Abendessen verabredet und kam so erst spät ins Bett. Es stellt sich nun die Frage was tun an diesem sommerlichen Tag. Um in die Berge zu fahren ist es zu spät, zumal dort gegen Nachmittag Gewitter angesagt sind. Für eine Runde in der Umgebung ist es aber mit über 30 Grad definitiv zu heiss. So entsteht die Idee mit dem Zug nach Einsiedeln zu fahren, in der Hoffnung dass es dort zumindest ein paar Grad kühler ist, und diese Voralpen-Region von den Gewittern verschont bleibt. Der Plan ist es von dort zum Spirstock im Skigebiet Hoch Ybrig und dann irgendwie via Sihlsee und Etzel nach Pfäffikon SZ zu fahren. Anders als sonst bleibt mir keine Zeit um die Tour im Detail zu planen. So muss ich mir unterwegs die Route spontan zurechtlegen. Da ich in der Gegend aber schon einige Male mit dem Bike unterwegs war, sollte das kein Probkem sein.
So mache ich Frühstück, packe meine Sachen zusammen und fahre kurz vor 10 Uhr los. Als ich das Haus verlasse, ist es bereits drückend heiss. Die Entscheidung gegen eine Runde in der näheren Umgebung war also richtig. Weiter geht es mit dem Zug ab Wetzikon via Rapperswil nach Einsiedeln, wo ich gegen 11:15 eintreffe.
In Einsiedeln angekommen fahre ich dem Radweg entlang via Alpthal nach Brunni. Der Weg ist schön angelegt und führt auf Kiesstrassen zuerst über Felder und dann dem Fluss entlang. Einzig das letzte Stück nach Brunni muss man auf der Strasse absolvieren. Beim Parkplatz in Brunni zweige ich links auf ein Asphaltsträsschen ab, welches hoch in Richtung Müsliegg/Zwäcken führt. Obwohl ich mich bereits auf über 1000 m befinde und die Strasse teilweise im Wald liegt, ist es brutal heiss. Der Schweiss tropft mir konstant von der Nase runter. Nach einer Weile geht die Asphaltstrasse in eine Kiesstrasse über, kurz darauf ist der Berggrat zwischen Alptal und Muotatal bei der Müsliegg erreicht. Von der Alp Zwäcken fahre ich rüber zur Ibergeregg. Auf der Ibergeregg angekommen fahre ich einige Meter auf der Strasse in Richtung Schwyz ab, bis links ein Trail in den Wald abzweigt, welcher zum Altberg führt. Dieser ist grösstenteils fahrbar, an zwei Stellen muss ich das Bike aber kurz schieben, da es schlich zu steil nach oben geht. Vom Altberg geht es weiter über eine Alpstrasse via Sternenegg und Laucherchappelen zum Spirstock. Zwar immer wieder steil, vorerst aber alles gut fahrbar. Der Aufstieg beginnt mir schwer zu fallen, da mir zunehmend die Energie fehlt. Die etwas zu kurze Nacht macht sich bemerkbar und die Hitze leistet auch ihren Beitrag. Dennoch sammle ich die letzten Kräfte um mich hoch auf den Spirstock zu hieven. Auf dem Spirstock mache ich eine längere Pause. Zuerst esse ich etwas und dann lege ich mich für rund 30 min auf eine Bank um mich etwas auszuruhen. Danach geht es weiter in Richtung Bergstation der Sesselbahn Sternen.
Zuerst fahre ich runter zum Nühüttli. Beim Nühüttli angekommen geht es für mich auf der anderen Seite hoch zu den Bergstationen der Sesselbahnen Hesisbol und Sternen. Der Weg ist im unteren Bereich ordentlich steil und überschreitet kurzfristig gar die 25%. Nach der ausgedehnte Pause auf dem Spirstock habe ich aber wieder deutlich mehr Energie, sodass es nun wieder ohne grössere Mühen bergauf geht. Nun stellt sich die Frage wie weiter. Eigentlich möchte ich gerne rüber zur Drusberghütte queren, der Weg soll aber anspruchsvoll und nur teilweise fahrbar sein. Zudem sind über dem Moutatal insbesondere in Richtung Glarus dunkle Wolken aufgezogen und bereits erste Donner zu hören. Das Gewitter sollte jedoch nach Westen ziehen und mich somit nicht bzw. höchstens ganz am Rand betreffen. Ich bin etwas zwiegespalten, entscheide mich aber schliesslich für die Traverse zur Drusberghütte. Bald wird der Trail aber ruppiger und es beginnt bergauf zu gehen. Keine gute Kombination, sodass erst einmal schieben angesagt ist. Der Aufstieg ist zwar nicht steil, zieht sich aber in die Länge und ist kaum fahrbar. Als es dann endlich abwärts geht, wird der Weg deutlich schlechter und steiler, sodass ich das Bike weiter schieben muss. Nach einer guten halben Stunde Schiebestrecke wird der Weg zunehmend besser, sodass ich endlich wieder flüssig fahren kann und immer seltener absteigen muss. Bei der Chöplishütte unterläuft mir dann ein kleines Missgeschick. Ich bestaune die schöne Landschaft und bin deshalb nicht ganz so gut auf den Weg fokussiert. Dabei übersehe ich einen Weidezaun, welcher auch äusserst schlecht sichtbar ist (dünner gelber Draht vor saftig grüner Wiese, ohne jegliche weitere Markierung). Der Zaun stoppt mich dann sehr unsanft. Zum Glück bin ich gerade sehr gemächlich unterwegs. Einen Sturz kann ich zwar nicht ganz vermeiden, jedoch aber so abfangen, dass ich ausser einem blauen Fleck an der Schulter unbeschadet davon komme. Bei höherer Gedchwindigkeit hätte das aber böse ausgehen können. Bis hier hat das Wetter gut gehalten. Nun beginnen aber von Westen her dunkle Woklen reinzudrücken: Ich entscheide mich deshalb auf der Strasse nach Weglosen abzufahren. Unterwegs kann ich nochmals einige Blicke auf die Baustelle der Tri-Line werfen. Die Bilder werde ich sobald ich Zeit finde im Infrastruktur-Topic posten.
In Weglosen angekommen fahre ich der Stasse entlang nach Unteriberg und von dort über Nebenstrassen an den Sihlsee. Am Sihlsee angekommen fahre ich der Strasse folgend nach vorne. Ich überlege mir kurz auf die Sattelegg zu fahren. Es ist jedoch bereits 17:15, weshalb ich darauf verzichte und lieber auf direktem Weg in Richtung Etzel fahre. Kurz vor Egg muss ich anhalten und die Karte auf dem Smartphone konsultieren. Dabei sehe ich, dass an dieser Stelle ein Strässchen hoch zum Stöcklichrüz abzweigt. So entscheide ich mich für den kleinen Umweg und nehme diesen schönen Aussichtspunkt auch noch mit. Das Stöcklichrüz ist einfach ein genialer Aussichtspunkt. An diesem Abend ist es zudem komplett ausgestorben. Liegt wohl an der Uhrzeit, denn mittlerweile ist es bereits kurz nach 18 Uhr. Die Abendstimmung mit den vorbeiziehenen Gewitterwoklken macht das ganze zusätzlich speziell. Nachdem ich die Aussicht und die Stimmung etwas genossen habe, fahre ich weiter Richtung Etzel. Ein gutes Stück vor dem Etzel zweige ich nach rechts ab in einen Trail runter nach Altendorf.
Der obere Teil geht über eine Wiese und ist gut zu fahren. Den Einstieg zum mittleren Teil verpasse ich leider. Das ist halt der Nachteil, wenn man ohne GPS-Track unterwegs ist. Den unteren Abschnitt nehme ich wieder mit. Dieser ist aber ziemlich anspruchsvoll und ich muss 2-3 Mal absteigen und kurz schieben. Insgesamt aber dennoch durchaus spassig.
Angekommen in Altendorf fahre ich noch nach Pfäffikon SZ, von wo es mit der S5 ohne Umsteigen zurück nach Wetzikon geht. Dort komme ich um 19:45 an, sodass ich auf dem Rückweg gerade noch rechtzeitig bin, um im Coop das nötigste für den Sonntag einzukaufen (der Coop schliesst um 20:00).
Fazit:
Schöne Runde in einer traumhaften Umgebung. Die Landschaft zwischen Mythen und Hoch Ybrig ist einfach immer schön. Das Stöcklichrüz am Schluss war mit der schönen Abend / Gewitterstimmung noch die ideale Abrundung der Runde. Leider kann die Region aber fahrtechnisch nicht ganz überzeugen. Es gibt nur wenige Trails, und diese sind rasch sehr anspruchsvoll (S3 und mehr). Unter den gegebenen Voraussetzungen war die Tour aber dennoch ideal.
Zum Schluss noch die Eckdaten:
Strecke: 69.8 km
Aufstieg: 1870 m
So mache ich Frühstück, packe meine Sachen zusammen und fahre kurz vor 10 Uhr los. Als ich das Haus verlasse, ist es bereits drückend heiss. Die Entscheidung gegen eine Runde in der näheren Umgebung war also richtig. Weiter geht es mit dem Zug ab Wetzikon via Rapperswil nach Einsiedeln, wo ich gegen 11:15 eintreffe.
In Einsiedeln angekommen fahre ich dem Radweg entlang via Alpthal nach Brunni. Der Weg ist schön angelegt und führt auf Kiesstrassen zuerst über Felder und dann dem Fluss entlang. Einzig das letzte Stück nach Brunni muss man auf der Strasse absolvieren. Beim Parkplatz in Brunni zweige ich links auf ein Asphaltsträsschen ab, welches hoch in Richtung Müsliegg/Zwäcken führt. Obwohl ich mich bereits auf über 1000 m befinde und die Strasse teilweise im Wald liegt, ist es brutal heiss. Der Schweiss tropft mir konstant von der Nase runter. Nach einer Weile geht die Asphaltstrasse in eine Kiesstrasse über, kurz darauf ist der Berggrat zwischen Alptal und Muotatal bei der Müsliegg erreicht. Von der Alp Zwäcken fahre ich rüber zur Ibergeregg. Auf der Ibergeregg angekommen fahre ich einige Meter auf der Strasse in Richtung Schwyz ab, bis links ein Trail in den Wald abzweigt, welcher zum Altberg führt. Dieser ist grösstenteils fahrbar, an zwei Stellen muss ich das Bike aber kurz schieben, da es schlich zu steil nach oben geht. Vom Altberg geht es weiter über eine Alpstrasse via Sternenegg und Laucherchappelen zum Spirstock. Zwar immer wieder steil, vorerst aber alles gut fahrbar. Der Aufstieg beginnt mir schwer zu fallen, da mir zunehmend die Energie fehlt. Die etwas zu kurze Nacht macht sich bemerkbar und die Hitze leistet auch ihren Beitrag. Dennoch sammle ich die letzten Kräfte um mich hoch auf den Spirstock zu hieven. Auf dem Spirstock mache ich eine längere Pause. Zuerst esse ich etwas und dann lege ich mich für rund 30 min auf eine Bank um mich etwas auszuruhen. Danach geht es weiter in Richtung Bergstation der Sesselbahn Sternen.
Zuerst fahre ich runter zum Nühüttli. Beim Nühüttli angekommen geht es für mich auf der anderen Seite hoch zu den Bergstationen der Sesselbahnen Hesisbol und Sternen. Der Weg ist im unteren Bereich ordentlich steil und überschreitet kurzfristig gar die 25%. Nach der ausgedehnte Pause auf dem Spirstock habe ich aber wieder deutlich mehr Energie, sodass es nun wieder ohne grössere Mühen bergauf geht. Nun stellt sich die Frage wie weiter. Eigentlich möchte ich gerne rüber zur Drusberghütte queren, der Weg soll aber anspruchsvoll und nur teilweise fahrbar sein. Zudem sind über dem Moutatal insbesondere in Richtung Glarus dunkle Wolken aufgezogen und bereits erste Donner zu hören. Das Gewitter sollte jedoch nach Westen ziehen und mich somit nicht bzw. höchstens ganz am Rand betreffen. Ich bin etwas zwiegespalten, entscheide mich aber schliesslich für die Traverse zur Drusberghütte. Bald wird der Trail aber ruppiger und es beginnt bergauf zu gehen. Keine gute Kombination, sodass erst einmal schieben angesagt ist. Der Aufstieg ist zwar nicht steil, zieht sich aber in die Länge und ist kaum fahrbar. Als es dann endlich abwärts geht, wird der Weg deutlich schlechter und steiler, sodass ich das Bike weiter schieben muss. Nach einer guten halben Stunde Schiebestrecke wird der Weg zunehmend besser, sodass ich endlich wieder flüssig fahren kann und immer seltener absteigen muss. Bei der Chöplishütte unterläuft mir dann ein kleines Missgeschick. Ich bestaune die schöne Landschaft und bin deshalb nicht ganz so gut auf den Weg fokussiert. Dabei übersehe ich einen Weidezaun, welcher auch äusserst schlecht sichtbar ist (dünner gelber Draht vor saftig grüner Wiese, ohne jegliche weitere Markierung). Der Zaun stoppt mich dann sehr unsanft. Zum Glück bin ich gerade sehr gemächlich unterwegs. Einen Sturz kann ich zwar nicht ganz vermeiden, jedoch aber so abfangen, dass ich ausser einem blauen Fleck an der Schulter unbeschadet davon komme. Bei höherer Gedchwindigkeit hätte das aber böse ausgehen können. Bis hier hat das Wetter gut gehalten. Nun beginnen aber von Westen her dunkle Woklen reinzudrücken: Ich entscheide mich deshalb auf der Strasse nach Weglosen abzufahren. Unterwegs kann ich nochmals einige Blicke auf die Baustelle der Tri-Line werfen. Die Bilder werde ich sobald ich Zeit finde im Infrastruktur-Topic posten.
In Weglosen angekommen fahre ich der Stasse entlang nach Unteriberg und von dort über Nebenstrassen an den Sihlsee. Am Sihlsee angekommen fahre ich der Strasse folgend nach vorne. Ich überlege mir kurz auf die Sattelegg zu fahren. Es ist jedoch bereits 17:15, weshalb ich darauf verzichte und lieber auf direktem Weg in Richtung Etzel fahre. Kurz vor Egg muss ich anhalten und die Karte auf dem Smartphone konsultieren. Dabei sehe ich, dass an dieser Stelle ein Strässchen hoch zum Stöcklichrüz abzweigt. So entscheide ich mich für den kleinen Umweg und nehme diesen schönen Aussichtspunkt auch noch mit. Das Stöcklichrüz ist einfach ein genialer Aussichtspunkt. An diesem Abend ist es zudem komplett ausgestorben. Liegt wohl an der Uhrzeit, denn mittlerweile ist es bereits kurz nach 18 Uhr. Die Abendstimmung mit den vorbeiziehenen Gewitterwoklken macht das ganze zusätzlich speziell. Nachdem ich die Aussicht und die Stimmung etwas genossen habe, fahre ich weiter Richtung Etzel. Ein gutes Stück vor dem Etzel zweige ich nach rechts ab in einen Trail runter nach Altendorf.
Der obere Teil geht über eine Wiese und ist gut zu fahren. Den Einstieg zum mittleren Teil verpasse ich leider. Das ist halt der Nachteil, wenn man ohne GPS-Track unterwegs ist. Den unteren Abschnitt nehme ich wieder mit. Dieser ist aber ziemlich anspruchsvoll und ich muss 2-3 Mal absteigen und kurz schieben. Insgesamt aber dennoch durchaus spassig.
Angekommen in Altendorf fahre ich noch nach Pfäffikon SZ, von wo es mit der S5 ohne Umsteigen zurück nach Wetzikon geht. Dort komme ich um 19:45 an, sodass ich auf dem Rückweg gerade noch rechtzeitig bin, um im Coop das nötigste für den Sonntag einzukaufen (der Coop schliesst um 20:00).
Fazit:
Schöne Runde in einer traumhaften Umgebung. Die Landschaft zwischen Mythen und Hoch Ybrig ist einfach immer schön. Das Stöcklichrüz am Schluss war mit der schönen Abend / Gewitterstimmung noch die ideale Abrundung der Runde. Leider kann die Region aber fahrtechnisch nicht ganz überzeugen. Es gibt nur wenige Trails, und diese sind rasch sehr anspruchsvoll (S3 und mehr). Unter den gegebenen Voraussetzungen war die Tour aber dennoch ideal.
Zum Schluss noch die Eckdaten:
Strecke: 69.8 km
Aufstieg: 1870 m