Bewusst offene Betriebe im Sinne der Saisonverlängerung
Verfasst: 12.04.2025, 06:21
Engadiner Post über die Saisonverlängerung bis Ostern mit guten Schneeverhältnissen:
https://www.engadinerpost.ch/news/2025/ ... laengerung
Saisonverlängerung als strategisches Ziel: Bergregionen setzen auf bewusste Offenhaltung über Ostern
Die diesjährigen späten Ostertage stellen Bergbahnen und Tourismusbetriebe vor besondere Herausforderungen – und bieten zugleich Chancen. Trotz sehr guter Schneeverhältnisse sind in den Wochen vor Ostern weniger Gäste unterwegs als während der klassischen Hauptsaison. Dennoch setzen viele Destinationen gezielt auf eine verlängerte Wintersaison, um diesen Zeitraum touristisch zu nutzen.
Samnaun bleibt zuversichtlich
In Samnaun zeigt man sich optimistisch. Die Silvretta Arena hat sich in den vergangenen Jahrzehnten als Frühjahrs-Skidestination mit attraktiven Pistenbedingungen und Eventangeboten etabliert. Auch wenn bei einem späten Ostertermin wie in diesem Jahr das Gästeaufkommen im Vorfeld geringer ist, rechnet Viktor Prinz, Direktor der Bergbahnen Samnaun, mit einem gelungenen Saisonabschluss am 4. Mai. Die derzeit ausgezeichneten Schneeverhältnisse und Veranstaltungen wie Konzerte stimmen ihn zuversichtlich.
Regionale Strategie zur Saisonverlängerung
Die Tourismusregion Engadin Scuol Samnaun Val Müstair verfolgt seit Längerem das strategische Ziel, die Wintersaison zu verlängern. Tourismusdirektor Bernhard Aeschbacher betont, dass dies nur gemeinsam mit den lokalen Betrieben gelingen kann. Neben den Bergbahnen, die durchgehenden Betrieb bis in den Mai ermöglichen, bleiben auch Wellnessbetriebe wie das Bogn Engiadina oder das Alpenquell-Bad geöffnet.
Ein stimmiges Gesamtangebot ist entscheidend – dafür müssen auch Hotels und Restaurants mitziehen. Dass nicht alle Betriebe während der Zwischensaison offen bleiben, sei verständlich und Teil der unternehmerischen Freiheit. Entscheidend sei, dass sich genügend Partner finden, um Gästen ein attraktives Angebot zu bieten.
Wetter und Wochenendfrequenz
Die Region verzeichnet vor allem an Wochenenden mit gutem Wetter hohe Besucherzahlen. Unter der Woche sei es ruhiger, dennoch profitiere man von Schneesportbegeisterten, die das Frühjahrsskilaufen schätzen – insbesondere, da viele tiefere Skigebiete bereits geschlossen haben.
Osterzeit als Chance – und Herausforderung
Auch für das Oberengadin ist der späte Ostertermin eine strategische Frage. Jan Steiner, CEO der Engadin Tourismus AG, verweist auf die Hotels Waldhaus in Sils und Walther in Pontresina, die sich durch konsequente Offenhaltung eine treue Frühlingsklientel aufgebaut haben. Gäste, die während Ostern ins Engadin kommen, suchen oft gezielt Ruhe, Genuss und gute Schneeverhältnisse – und finden diese auch.
In St. Moritz sind viele Hotels ganzjährig geöffnet, andere nutzen die Zwischensaison für Renovationen. Marijana Jakic, CEO von St. Moritz Tourismus, sieht in der laufenden Wintersaison einen erfolgreichen Abschluss, der nicht nur ökonomisch, sondern auch für die Markenbindung als Ganzjahresdestination wichtig ist.
Schneesicherheit als wirtschaftlicher Faktor
Markus Moser, Präsident von Bergbahnen Graubünden und CEO der Corvatsch AG, betont die Bedeutung der technischen Beschneiung. Diese sei unerlässlich, um eine planbare und verlässliche Saison bis in den Frühling zu gewährleisten – auch über Ostern hinaus. In Graubünden erzielen die Bergbahnen 92 % ihres Transportumsatzes im Winter. Die Zahlungsbereitschaft der Gäste ist in der kalten Jahreszeit deutlich höher als im Sommer.
Ein zentrales Zukunftsthema ist daher die Sicherung der Talabfahrt Hahnensee nach St. Moritz – insbesondere durch die Weiterführung der Bewilligung für die Beschneiungsanlage. Diese Verbindung soll künftig jedes Jahr bis Ostern geöffnet bleiben und stellt ein zentrales Element in der Strategie zur Saisonverlängerung dar.
https://www.engadinerpost.ch/news/2025/ ... laengerung
Saisonverlängerung als strategisches Ziel: Bergregionen setzen auf bewusste Offenhaltung über Ostern
Die diesjährigen späten Ostertage stellen Bergbahnen und Tourismusbetriebe vor besondere Herausforderungen – und bieten zugleich Chancen. Trotz sehr guter Schneeverhältnisse sind in den Wochen vor Ostern weniger Gäste unterwegs als während der klassischen Hauptsaison. Dennoch setzen viele Destinationen gezielt auf eine verlängerte Wintersaison, um diesen Zeitraum touristisch zu nutzen.
Samnaun bleibt zuversichtlich
In Samnaun zeigt man sich optimistisch. Die Silvretta Arena hat sich in den vergangenen Jahrzehnten als Frühjahrs-Skidestination mit attraktiven Pistenbedingungen und Eventangeboten etabliert. Auch wenn bei einem späten Ostertermin wie in diesem Jahr das Gästeaufkommen im Vorfeld geringer ist, rechnet Viktor Prinz, Direktor der Bergbahnen Samnaun, mit einem gelungenen Saisonabschluss am 4. Mai. Die derzeit ausgezeichneten Schneeverhältnisse und Veranstaltungen wie Konzerte stimmen ihn zuversichtlich.
Regionale Strategie zur Saisonverlängerung
Die Tourismusregion Engadin Scuol Samnaun Val Müstair verfolgt seit Längerem das strategische Ziel, die Wintersaison zu verlängern. Tourismusdirektor Bernhard Aeschbacher betont, dass dies nur gemeinsam mit den lokalen Betrieben gelingen kann. Neben den Bergbahnen, die durchgehenden Betrieb bis in den Mai ermöglichen, bleiben auch Wellnessbetriebe wie das Bogn Engiadina oder das Alpenquell-Bad geöffnet.
Ein stimmiges Gesamtangebot ist entscheidend – dafür müssen auch Hotels und Restaurants mitziehen. Dass nicht alle Betriebe während der Zwischensaison offen bleiben, sei verständlich und Teil der unternehmerischen Freiheit. Entscheidend sei, dass sich genügend Partner finden, um Gästen ein attraktives Angebot zu bieten.
Wetter und Wochenendfrequenz
Die Region verzeichnet vor allem an Wochenenden mit gutem Wetter hohe Besucherzahlen. Unter der Woche sei es ruhiger, dennoch profitiere man von Schneesportbegeisterten, die das Frühjahrsskilaufen schätzen – insbesondere, da viele tiefere Skigebiete bereits geschlossen haben.
Osterzeit als Chance – und Herausforderung
Auch für das Oberengadin ist der späte Ostertermin eine strategische Frage. Jan Steiner, CEO der Engadin Tourismus AG, verweist auf die Hotels Waldhaus in Sils und Walther in Pontresina, die sich durch konsequente Offenhaltung eine treue Frühlingsklientel aufgebaut haben. Gäste, die während Ostern ins Engadin kommen, suchen oft gezielt Ruhe, Genuss und gute Schneeverhältnisse – und finden diese auch.
In St. Moritz sind viele Hotels ganzjährig geöffnet, andere nutzen die Zwischensaison für Renovationen. Marijana Jakic, CEO von St. Moritz Tourismus, sieht in der laufenden Wintersaison einen erfolgreichen Abschluss, der nicht nur ökonomisch, sondern auch für die Markenbindung als Ganzjahresdestination wichtig ist.
Schneesicherheit als wirtschaftlicher Faktor
Markus Moser, Präsident von Bergbahnen Graubünden und CEO der Corvatsch AG, betont die Bedeutung der technischen Beschneiung. Diese sei unerlässlich, um eine planbare und verlässliche Saison bis in den Frühling zu gewährleisten – auch über Ostern hinaus. In Graubünden erzielen die Bergbahnen 92 % ihres Transportumsatzes im Winter. Die Zahlungsbereitschaft der Gäste ist in der kalten Jahreszeit deutlich höher als im Sommer.
Ein zentrales Zukunftsthema ist daher die Sicherung der Talabfahrt Hahnensee nach St. Moritz – insbesondere durch die Weiterführung der Bewilligung für die Beschneiungsanlage. Diese Verbindung soll künftig jedes Jahr bis Ostern geöffnet bleiben und stellt ein zentrales Element in der Strategie zur Saisonverlängerung dar.