Mit Festivals die Saison im Skigebiet verlängern – geht das?
Verfasst: 30.03.2025, 07:15
Bericht vom Schweizer Radio SRF über die Verlängerung der Skisaison mit Festivals:
https://www.srf.ch/news/schweiz/konzert ... n-geht-das
Zusammenfassung:
Skigebiete setzen verstärkt auf Musikfestivals, um die Saison bis in den Frühling hinein attraktiv zu gestalten. Konzerte im März oder April sollen Gäste anlocken, doch der Erfolg hängt von mehreren Faktoren ab.
Andermatt als Vorreiter
Das grösste Wintersportgebiet im Kanton Uri hat sein Musikangebot in den letzten Jahren deutlich ausgebaut. Neben dem "Andermatt Live"-Festival für Rock- und Popmusik gibt es seit 2022 ein Residenzorchester. Neu kommt 2024 das "High Peak"-Festival hinzu, das Hip-Hop und Reggae ins Hochgebirge bringt.
Tourismusdirektor Thomas Christen betont, dass Festivals zur Saisonverlängerung beitragen können. Da sich die Events stilistisch stark unterscheiden, gibt es kaum Konkurrenz um das Publikum. Zudem sind Veranstaltungen über das gesamte Jahr verteilt, darunter auch ein Techno-Festival zum Saisonbeginn.
Herausforderungen: Finanzierung und Wetter
Die Finanzierung solcher Events ist jedoch nicht einfach. Sponsoringgelder stammen meist von Tourismusorganisationen und ansässigen Unternehmen, doch viele Festivals konkurrieren um dieselben Partner. Dies führte dazu, dass das "Andermatt Live"-Festival 2023 pausieren musste. Laut Mitgründerin Shane Lutomirski ist ein Verein als Trägerstruktur nicht mehr zeitgemäss, und neue Finanzierungsmodelle müssen gefunden werden.
Ein weiterer Risikofaktor ist das Wetter. Während sonnige Frühlingstage Festivals beflügeln können, machen Nebel und Kälte Open-Air-Events unattraktiver. Dies zeigte sich beim "Sörenberg Sounds"-Festival im Kanton Luzern, das aufgrund enttäuschender Besucherzahlen 2024 letztmals stattfand.
Fazit: Viel Potenzial, aber kein Selbstläufer
Musikfestivals können die Saison in Skigebieten erfolgreich verlängern, erfordern aber durchdachte Planung, stabile Finanzierung und etwas Wetterglück. Andermatt scheint mit seinem vielfältigen Angebot auf dem richtigen Weg zu sein, während andere Orte noch nach nachhaltigen Konzepten suchen.
https://www.srf.ch/news/schweiz/konzert ... n-geht-das
Zusammenfassung:
Skigebiete setzen verstärkt auf Musikfestivals, um die Saison bis in den Frühling hinein attraktiv zu gestalten. Konzerte im März oder April sollen Gäste anlocken, doch der Erfolg hängt von mehreren Faktoren ab.
Andermatt als Vorreiter
Das grösste Wintersportgebiet im Kanton Uri hat sein Musikangebot in den letzten Jahren deutlich ausgebaut. Neben dem "Andermatt Live"-Festival für Rock- und Popmusik gibt es seit 2022 ein Residenzorchester. Neu kommt 2024 das "High Peak"-Festival hinzu, das Hip-Hop und Reggae ins Hochgebirge bringt.
Tourismusdirektor Thomas Christen betont, dass Festivals zur Saisonverlängerung beitragen können. Da sich die Events stilistisch stark unterscheiden, gibt es kaum Konkurrenz um das Publikum. Zudem sind Veranstaltungen über das gesamte Jahr verteilt, darunter auch ein Techno-Festival zum Saisonbeginn.
Herausforderungen: Finanzierung und Wetter
Die Finanzierung solcher Events ist jedoch nicht einfach. Sponsoringgelder stammen meist von Tourismusorganisationen und ansässigen Unternehmen, doch viele Festivals konkurrieren um dieselben Partner. Dies führte dazu, dass das "Andermatt Live"-Festival 2023 pausieren musste. Laut Mitgründerin Shane Lutomirski ist ein Verein als Trägerstruktur nicht mehr zeitgemäss, und neue Finanzierungsmodelle müssen gefunden werden.
Ein weiterer Risikofaktor ist das Wetter. Während sonnige Frühlingstage Festivals beflügeln können, machen Nebel und Kälte Open-Air-Events unattraktiver. Dies zeigte sich beim "Sörenberg Sounds"-Festival im Kanton Luzern, das aufgrund enttäuschender Besucherzahlen 2024 letztmals stattfand.
Fazit: Viel Potenzial, aber kein Selbstläufer
Musikfestivals können die Saison in Skigebieten erfolgreich verlängern, erfordern aber durchdachte Planung, stabile Finanzierung und etwas Wetterglück. Andermatt scheint mit seinem vielfältigen Angebot auf dem richtigen Weg zu sein, während andere Orte noch nach nachhaltigen Konzepten suchen.