SO 2.8.20: Kärnten - Burgenland - Ungarn - Wien
Auch der 9.Tag unserer Reise soll sonnig werden, obwohl dies heute Morgen so gar nicht danach aussieht:
In den letzten Tagen haben wir öfters darüber nachgedacht, ob wir den weiten Weg bis Wien wirklich auf uns nehmen sollen, oder nicht doch via Hohe Tauern - Zell am See den Rückweg einschlagen wollen. Das Wetter nimmt uns die Entscheidung aber ab: Burgenland und Wien sollen heute nochmal sonnig und warm werden, während es gegen Westen hin schon schnell regenerisch werden dürfte. Also setzen wir uns ins Auto Richtung Osten. Schon bald lugt die Sonne hervor:
Eigentlich wollen wir am Neusiedlersee übernachten und uns Wien für den Montag sparen, aber einerseits ist der angekündigte Regen für den Prater nicht so ideal, andererseits hat zu unserem Unverständnis das Riesenrad Montag/Dienstag geschlossen. Was man nicht alles mit Corona begründen kann... Also legen wir uns unsere Route heute so zurecht, dass wir neben einem Burgenbesuch im Burgenland und einem kurzen Badestopp rechtzeitig in der Hauptstadt eintreffen.
Bei Rechnitz, kurz vor der ungarischen Grenze gibt es einen netten Badestausee und dessen Restaurant bietet ungarische Speisen an:
Danach fahren wir für rund 30 Minuten durch Ungarn. Das unterschiedliche Wohlstandsniveau zwischen den beiden Ländern könnte augenfälliger nicht sein. Schon irgendwie krass. Gleiche Landschaft, gleiches Klima, doch so unterschiedliche Regierungen und Wirtschaftskraft.
In diesem Ort möchte ich nicht leben
Auch hier erinnert das ungarische Grenzgebäude an die Zeit des eisernen Vorhangs.
Der österreichische Grenzbeamte ein paar hundert Meter weiter vorne interessiert sich nicht für uns. So erreichen wir kurz danach die Burg Lockenhaus.
Eindrücklich, was man da so sehen kann:
Dank der anscheinend relativ neuen burgenländischen Schnellstrasse und des sonntäglich geringen Verkehrsaufkommens erreichen wir die Hauptstadt in nur 1 1/2 Stunden und finden nach einiger Suche sogar einen Parkplatz in unmittelbarer Nähe zum Prater (die Dachbox ist zu hoch für das Parkhaus). Nur wissen wir nicht, wie das mit den Parkplatzgebühren geht. Alle anderen Autos haben so Kleber oder Zettel an der Windschutzscheibe. Wir lassen es drauf ankommen und parkieren mit etwas Glück kostenlos.
Somit geht es also als erstes auf das klassische Riesenrad.
Die Augen von ski-chrigel-junior leuchten natürlich ob der vielen Bahnen. Und so werden es statt der vereinbarten zwei Fahrten dann doch deren fünf. Die Bahn „Volare“ darf natürlich nicht fehlen, doch muss ich angesichts des anschliessenden leichten Schleudertraumas schon sagen, dass es Fliegen in wesentlich schöneren Formen gibt:
Besonders cool finden wir den „Bumerang“, eine Achterbahn, bei der es zuerst vor-, dann rückwärts durch Loopings und Rollen geht. „Die gesengte Sau“ ist gemütlich, dafür der Ticketverkauf mittels Automaten speziell.
Nach der Bruchbude eines Hotels am Faaker See sind die Ansprüche meiner Begleiter wieder etwas höher

, sodass wir uns für das Hilton direkt an der Donau entscheiden. Wir staunen ob der günstigen EUR 143.- für ein Dreierzimmer. Dies ist wohl dem momentan fehlenden Überseetourismus zuzuschreiben, oder?
Gebadet wird quasi in der Donau
Nach dem langen Tag sind wir müde und entscheiden uns, auf der Hotelterrasse zu essen. Das Menü ist sowieso klar:
Das Wetter hält! Die Entscheidung war richtig. Erst beim gemütlichen After-Dinner-Drink gegen 22 Uhr erreichen uns die ersten Tropfen.