Flims-Laax | Graubünden | 08. - 09. Februar 2025 | Alpinfans, Traumabfahrten & Technikprobleme
Verfasst: 11.02.2025, 21:37
Flims-Laax | Graubünden | 08. - 09. Februar 2025 | Alpinfans, Traumabfahrten & Technikprobleme
Einleitung – Warum ein Bericht über Laax?
Warum noch einen Bericht über Laax verfassen? Regelmässig verwöhnen uns Poweruser wie ski-chrigel und andere Forenmitglieder mit Live-Eindrücken und Updates aus dem Skigebiet. Auch am vergangenen Wochenende waren wieder mehrere User vor Ort und haben ihre Erfahrungen geteilt. Trotzdem möchte ich Laax einen umfassenden Bericht widmen, um auch die vielen Entwicklungen der letzten Jahre aufzuzeigen.
Mein erster Besuch in Laax liegt schon einige Jahre zurück. Im Jahr 2012 fuhren zwei Kommilitonen und ich nach den Prüfungen spontan dorthin und waren sofort begeistert. Laax überzeugt vor allem durch seine beeindruckende Weitläufigkeit und die langen, abwechslungsreichen Abfahrten. Besonders die Sattelabfahrt und die Strecke von La Siala nach Flims, sei es über die Segneshütte oder die Stretg, hatten es uns angetan. Seitdem hat meine Begeisterung nicht nachgelassen. Durch regelmässige Besuche, insbesondere an Skiweekends mit ski-chrigel, konnte ich das Gebiet noch intensiver kennenlernen.
Skigebiet Laax – Fakten und Entwicklungen
Das Skigebiet Laax gehört mit seinen 224 Pistenkilometern (im Live-Pistenplan sind es 177 km) und 29 Anlagen zu den grössten Skigebieten der Schweiz. Rund 70 % der Pisten liegen über 2'000 Metern und bieten damit eine hohe Schneesicherheit (Quelle: flimslaax.com).
Seit meinem Erstbesuch hat sich im Rahmen der sogenannten «Revolution am Berg» einiges verändert. Neue Anlagen wurden gebaut und bestehende modernisiert, was aus meiner Sicht die Erschliessung und den Komfort im Gebiet deutlich verbessert hat.
Die Sesselbahn Treis Palas – Neue Möglichkeiten ab 2012
Eine der zentralen Neuerungen war der Bau der Sesselbahn Treis Palas im Jahr 2012 durch Leitner. Diese Bahn erschliesst die danebenliegende Abfahrt für Wiederholungsfahrten und verbesserte die Erreichbarkeit des Crap Masegn, welcher zuvor nur über die Luftseilbahn vom Crap Sogn Gion möglich war. Bereits bei meinem zweiten Besuch im Dezember 2012 konnte ich diese und auch den Neubau Alp Dado fahren. Bei beiden handelt es sich um 6-KSB aus dem Hause Leitner.
Bis 2011 führten die Schlepplifte Treis Palas und Alp Dado zum Crest la Siala. Heute übernimmt eine Leitner-Sesselbahn die Verbindung, die nahezu die gleiche Trasse wie ihr Vorgänger von Habegger auf dem Grat Crest la Siala hat. Auch die alte Zweiersesselbahn «Alp Ruschein», die für die Rückführung der Sattelpiste diente, wurde ersetzt. Die neue Sechser-Sesselbahn von Bartholet mit von Porsche Design gestalteten Sesseln bringt die Gäste auf den Fuorcla de Sagnon. Ein besonderes Merkmal der Bahn ist der Schwenkmechanismus der Sitze, der allerdings nicht häufig zum Einsatz kommt. Selbst habe ich ihn nur zwei Mal aktiv erlebt. Die Berg- und Talstation wurden im Vergleich zur Vorgängerbahn auch anders platziert, was aus meiner Sicht einen Vorteil bietet. Auch wenn die direkte Abfahrt am Sessel nur eine Route ist.
La Siala und weitere Innovationen
Im Jahr 2015 wurde die neue La Siala Gondelbahn eröffnet. Sie ersetzte eine alte Dreiersesselbahn aus dem Jahr 1982. Im Jahr 2012 bei meinem ersten Besuch windete es ziemlich ordentlich und wir waren froh, als wir auf La Siala austeigen konnten und nicht erfroren waren. Die neue Bahn bietet dieselbe Kapazität dafür aber mehr Komfort und auch eine längere Trassenführung, was die Erschliessung verbessert hat. Die modernen Kabinen sind zwar an sich komfortabel, jedoch etwas kompakt dimensioniert, was manchmal die Besetzung mit zehn Personen erschwert. Aussen haben die Kabinen auch nur acht Skiköcher und keine zehn.
Ganz neu seit diesem Winter ist der FlemXpress (letzten Winter gab es schon die Abschnitte von Flims über Foppa nach Startgels), der von Flims bis Nagens führt und ab Sommer auch Cassons erschliessen wird. Diese innovative Gondelbahn arbeitet mit der neuen "Ropetaxi"-Technologie aus dem Hause Bartholet und ermöglicht direkte, flexible Fahrten ohne Umsteigen. Der FlemXpress umfasst aktuell fünf Stationen und ist ganzjährig für Skifahrer, Wanderer und Biker nutzbar.
Besonderheiten des FlemXpress:
Wie bei vielen neuen Projekten gab es zu Beginn einige Probleme. Der FlemXpress hatte in seiner ersten Woche häufige Stillstände, und die Mittelstation Foppa war stärker frequentiert als erwartet, was zu Staus führte. Mittlerweile läuft der FlemXpress besser, nur bei grossem Andrang gibt es immer wieder kürzere Stillstände oder Verlangsamungen der Anlage. Wir hatten nur einmal am Samstag nach dem Mittagessen etwas Pech.
Die restlichen Anlagen zicken in Laax auch leider immer wieder. Wir sassen am Wochenende zeitweise, primär im Curnius Sessel für 24 Minuten. Immerhin wurde dies mit einem Gutschein von CHF 7.50 entschädigt. Technische Schwierigkeiten dieser Art sind in Laax leider keine Seltenheit und führen immer wieder zu Unmut, was dem Anspruch eines Premiumskigebiets mit entsprechenden Preisen nicht gerecht wird. Öfters hatte in der Vergangenheit Mutta Rodunda Probleme und am Wochenende auch wieder häufiger der Arena Express. Die Vorab EUB kämpfte vor allem letzten Winter mit Problemen. Mittlerweile werden nicht mehr alle Kabinen ans Seil gehängt (das aber auch nicht schon seit dieser Saison) und wir hatten dieses Wochenende keine Probleme.
Samstag, 8. Februar 2025 – ski-chrigel und seine Jungs
Unser Wochenende begann mit einem hervorragenden Essen am Freitagabend in der Flemlodge – ein grosses Dankeschön an ski-chrigel für die Organisation! Anwesende Alpinfans waren Frans, Graubündenfan, ski-andy, skitobi, trainrunner, ski-chrigel, RobSki98 und ich. RobSki98 war nur am Samstag dabei.
Am Samstagmorgen starteten wir direkt mit dem FlemXpress und hatten erfreulicherweise keine Wartezeit. Die Pisten ab Segnes waren in einem traumhaften Zustand. Die meisten Leute fahren direkt nach Nagens und können somit in Segnes nicht mehr aussteigen. Nach mehreren Abfahrten mit sehr wenig Frequentierung ging es weiter Richtung Mutta Rodunda. Hier gab es leichte Wartezeiten, doch die Pistenqualität überzeugte.
Leider machte uns der Wind einen Strich durch die Rechnung, und die Vorab-Schlepplifte stellten ihren Betrieb ein. Nach einer tollen Abfahrt La Siala West Richtung Fuorcla. Durch die Einstellung der Lifte sammelte sich eine grössere Menschentraube in Fuorcla, wo wir das erste Mal recht lange anstehen mussten. Diese wird diesen Sommer ersetzt werden. Nach einer Mittagspause in der Runca mit leckeren Capuns fuhren wir wieder über Nagens, Plaun und Curnius Richtung Ladir.
Ein besonders anstrengendes Highlight des Tages war der finale Sprint zur Seilbahn auf den Crap Masegn – ein spannendes Rennen, das ski-chrigel und ich schliesslich knapp für uns entscheiden konnten. Die Bahn zum Crap Masegn war unsere einzige Chance, die Ladir-Piste noch rechtzeitig zu erreichen. Da wir leider 24 Minuten Stillstand im Curnius Sessel hatten, hätte sonst die Zeit nicht mehr gereicht Treis Palas vor Schliessung zu erreichen. Deswegen mussten wir von der Bergstation der Curnius-Sesselbahn einen steilen Aufstieg bewältigen, um noch die Crap Masegn Bahn zu erwischen.
Da ich zunächst gar nicht auf die Idee gekommen war, erfuhr ich erst durch trainrunner, skitobi, Frans und Graubündenfan, die im Sessel hinter uns fuhren, von dieser möglichen Lösung unseres Problems. Da ich schon zuvor aus dem Sessel ausgestiegen war und etwas abgefahren war, startete ich noch weiter unten auf der Piste und musste einen längeren Sprint hinlegen. Nachdem ich den Puls am Ohrläppchen schon gespürt hatte, befürchtete ich es nicht mehr zeitlich zu schaffen. Doch die Anstrengung lohnte sich: Die Ladir-Abfahrt war traumhaft, und der Bähnler der Crap-Masegn-Bahn wartete freundlicherweise auf uns, um uns noch rechtzeitig mitzunehmen.
Sonntag, 9. Februar 2025 – Traumhafte Bedingungen und viel Spass
Am Sonntag ging es früh um 08:24 Uhr mit dem FlemXpress los. Die Fahrt verlief weitgehend reibungslos und wir erreichten die Segneshütte in 20 Minuten. Die Pisten dort waren erneut ein Highlight.
Durch einen Ausfall im oberen Teil des Arena Express blieb die Mutta-Piste angenehm leer. Die nicht übermodellierten Pisten in diesem Bereich begeistern vor allem skitobi, mich aber auch. Auch die Abfahrten an La Siala West und am Sattel waren in hervorragendem Zustand, abgesehen von einigen wenigen Steinen im Steilhang.
Im Anschluss trafen wir uns noch mit User Sheridan und machten einen Abstecher nach Falera.
Fazit – Ein gelungenes Wochenende in Laax
Das Wochenende in Laax war ein voller Erfolg. Trotz höherem Andrang am Samstag und einigen technischen Störungen hatten wir an beiden Tagen viel Spass. Mit 75 gefahrenen Kilometern und über 14'000 Höhenmetern am Sonntag war es auch sportlich eine tolle Leistung. Das Wetter spielte vor allem am Samstag mit, während uns am Sonntag die Segnespiste und viele leere Pistenabschnitte begeisterten. Laax bleibt für mich ein absolutes Top-Skigebiet mit einzigartiger Weite und erstklassigen Abfahrten.
Ein Punkt bleibt jedoch: Ich würde mich sehr freuen, wenn die Bahnen in Zukunft wirklich fehlerfrei laufen würden. Ein Skigebiet wie Laax, das sich selbst als Premiumdestination versteht, sollte technische Ausfälle konsequent minimieren, um dem hohen Anspruch und den Preisen gerecht zu werden.
Pistenplan
Bilder:
Einleitung – Warum ein Bericht über Laax?
Warum noch einen Bericht über Laax verfassen? Regelmässig verwöhnen uns Poweruser wie ski-chrigel und andere Forenmitglieder mit Live-Eindrücken und Updates aus dem Skigebiet. Auch am vergangenen Wochenende waren wieder mehrere User vor Ort und haben ihre Erfahrungen geteilt. Trotzdem möchte ich Laax einen umfassenden Bericht widmen, um auch die vielen Entwicklungen der letzten Jahre aufzuzeigen.
Mein erster Besuch in Laax liegt schon einige Jahre zurück. Im Jahr 2012 fuhren zwei Kommilitonen und ich nach den Prüfungen spontan dorthin und waren sofort begeistert. Laax überzeugt vor allem durch seine beeindruckende Weitläufigkeit und die langen, abwechslungsreichen Abfahrten. Besonders die Sattelabfahrt und die Strecke von La Siala nach Flims, sei es über die Segneshütte oder die Stretg, hatten es uns angetan. Seitdem hat meine Begeisterung nicht nachgelassen. Durch regelmässige Besuche, insbesondere an Skiweekends mit ski-chrigel, konnte ich das Gebiet noch intensiver kennenlernen.
Skigebiet Laax – Fakten und Entwicklungen
Das Skigebiet Laax gehört mit seinen 224 Pistenkilometern (im Live-Pistenplan sind es 177 km) und 29 Anlagen zu den grössten Skigebieten der Schweiz. Rund 70 % der Pisten liegen über 2'000 Metern und bieten damit eine hohe Schneesicherheit (Quelle: flimslaax.com).
Seit meinem Erstbesuch hat sich im Rahmen der sogenannten «Revolution am Berg» einiges verändert. Neue Anlagen wurden gebaut und bestehende modernisiert, was aus meiner Sicht die Erschliessung und den Komfort im Gebiet deutlich verbessert hat.
Die Sesselbahn Treis Palas – Neue Möglichkeiten ab 2012
Eine der zentralen Neuerungen war der Bau der Sesselbahn Treis Palas im Jahr 2012 durch Leitner. Diese Bahn erschliesst die danebenliegende Abfahrt für Wiederholungsfahrten und verbesserte die Erreichbarkeit des Crap Masegn, welcher zuvor nur über die Luftseilbahn vom Crap Sogn Gion möglich war. Bereits bei meinem zweiten Besuch im Dezember 2012 konnte ich diese und auch den Neubau Alp Dado fahren. Bei beiden handelt es sich um 6-KSB aus dem Hause Leitner.
Bis 2011 führten die Schlepplifte Treis Palas und Alp Dado zum Crest la Siala. Heute übernimmt eine Leitner-Sesselbahn die Verbindung, die nahezu die gleiche Trasse wie ihr Vorgänger von Habegger auf dem Grat Crest la Siala hat. Auch die alte Zweiersesselbahn «Alp Ruschein», die für die Rückführung der Sattelpiste diente, wurde ersetzt. Die neue Sechser-Sesselbahn von Bartholet mit von Porsche Design gestalteten Sesseln bringt die Gäste auf den Fuorcla de Sagnon. Ein besonderes Merkmal der Bahn ist der Schwenkmechanismus der Sitze, der allerdings nicht häufig zum Einsatz kommt. Selbst habe ich ihn nur zwei Mal aktiv erlebt. Die Berg- und Talstation wurden im Vergleich zur Vorgängerbahn auch anders platziert, was aus meiner Sicht einen Vorteil bietet. Auch wenn die direkte Abfahrt am Sessel nur eine Route ist.
La Siala und weitere Innovationen
Im Jahr 2015 wurde die neue La Siala Gondelbahn eröffnet. Sie ersetzte eine alte Dreiersesselbahn aus dem Jahr 1982. Im Jahr 2012 bei meinem ersten Besuch windete es ziemlich ordentlich und wir waren froh, als wir auf La Siala austeigen konnten und nicht erfroren waren. Die neue Bahn bietet dieselbe Kapazität dafür aber mehr Komfort und auch eine längere Trassenführung, was die Erschliessung verbessert hat. Die modernen Kabinen sind zwar an sich komfortabel, jedoch etwas kompakt dimensioniert, was manchmal die Besetzung mit zehn Personen erschwert. Aussen haben die Kabinen auch nur acht Skiköcher und keine zehn.
Ganz neu seit diesem Winter ist der FlemXpress (letzten Winter gab es schon die Abschnitte von Flims über Foppa nach Startgels), der von Flims bis Nagens führt und ab Sommer auch Cassons erschliessen wird. Diese innovative Gondelbahn arbeitet mit der neuen "Ropetaxi"-Technologie aus dem Hause Bartholet und ermöglicht direkte, flexible Fahrten ohne Umsteigen. Der FlemXpress umfasst aktuell fünf Stationen und ist ganzjährig für Skifahrer, Wanderer und Biker nutzbar.
Besonderheiten des FlemXpress:
- Autonome Technologie: Die Gondeln werden nur bei Bedarf ans Seil geklemmt, was Energie und Materialverbrauch reduziert. Hierzu gibt es unzählige Dokumentation hier im Forum.
- Flexibilität: Gäste wählen vor dem Einstieg ihr Ziel und können direkt zur gewünschten Station fahren. Zu beachten ist, dass man dann in den Durchfahrtsstationen nicht mehr aussteigen kann.
- Barrierefreiheit: Der Einstieg erfolgt in stehende Kabinen, was insbesondere für Familien und Personen mit eingeschränkter Mobilität vorteilhaft ist.
Wie bei vielen neuen Projekten gab es zu Beginn einige Probleme. Der FlemXpress hatte in seiner ersten Woche häufige Stillstände, und die Mittelstation Foppa war stärker frequentiert als erwartet, was zu Staus führte. Mittlerweile läuft der FlemXpress besser, nur bei grossem Andrang gibt es immer wieder kürzere Stillstände oder Verlangsamungen der Anlage. Wir hatten nur einmal am Samstag nach dem Mittagessen etwas Pech.
Die restlichen Anlagen zicken in Laax auch leider immer wieder. Wir sassen am Wochenende zeitweise, primär im Curnius Sessel für 24 Minuten. Immerhin wurde dies mit einem Gutschein von CHF 7.50 entschädigt. Technische Schwierigkeiten dieser Art sind in Laax leider keine Seltenheit und führen immer wieder zu Unmut, was dem Anspruch eines Premiumskigebiets mit entsprechenden Preisen nicht gerecht wird. Öfters hatte in der Vergangenheit Mutta Rodunda Probleme und am Wochenende auch wieder häufiger der Arena Express. Die Vorab EUB kämpfte vor allem letzten Winter mit Problemen. Mittlerweile werden nicht mehr alle Kabinen ans Seil gehängt (das aber auch nicht schon seit dieser Saison) und wir hatten dieses Wochenende keine Probleme.
Samstag, 8. Februar 2025 – ski-chrigel und seine Jungs
Unser Wochenende begann mit einem hervorragenden Essen am Freitagabend in der Flemlodge – ein grosses Dankeschön an ski-chrigel für die Organisation! Anwesende Alpinfans waren Frans, Graubündenfan, ski-andy, skitobi, trainrunner, ski-chrigel, RobSki98 und ich. RobSki98 war nur am Samstag dabei.
Am Samstagmorgen starteten wir direkt mit dem FlemXpress und hatten erfreulicherweise keine Wartezeit. Die Pisten ab Segnes waren in einem traumhaften Zustand. Die meisten Leute fahren direkt nach Nagens und können somit in Segnes nicht mehr aussteigen. Nach mehreren Abfahrten mit sehr wenig Frequentierung ging es weiter Richtung Mutta Rodunda. Hier gab es leichte Wartezeiten, doch die Pistenqualität überzeugte.
Leider machte uns der Wind einen Strich durch die Rechnung, und die Vorab-Schlepplifte stellten ihren Betrieb ein. Nach einer tollen Abfahrt La Siala West Richtung Fuorcla. Durch die Einstellung der Lifte sammelte sich eine grössere Menschentraube in Fuorcla, wo wir das erste Mal recht lange anstehen mussten. Diese wird diesen Sommer ersetzt werden. Nach einer Mittagspause in der Runca mit leckeren Capuns fuhren wir wieder über Nagens, Plaun und Curnius Richtung Ladir.
Ein besonders anstrengendes Highlight des Tages war der finale Sprint zur Seilbahn auf den Crap Masegn – ein spannendes Rennen, das ski-chrigel und ich schliesslich knapp für uns entscheiden konnten. Die Bahn zum Crap Masegn war unsere einzige Chance, die Ladir-Piste noch rechtzeitig zu erreichen. Da wir leider 24 Minuten Stillstand im Curnius Sessel hatten, hätte sonst die Zeit nicht mehr gereicht Treis Palas vor Schliessung zu erreichen. Deswegen mussten wir von der Bergstation der Curnius-Sesselbahn einen steilen Aufstieg bewältigen, um noch die Crap Masegn Bahn zu erwischen.
Da ich zunächst gar nicht auf die Idee gekommen war, erfuhr ich erst durch trainrunner, skitobi, Frans und Graubündenfan, die im Sessel hinter uns fuhren, von dieser möglichen Lösung unseres Problems. Da ich schon zuvor aus dem Sessel ausgestiegen war und etwas abgefahren war, startete ich noch weiter unten auf der Piste und musste einen längeren Sprint hinlegen. Nachdem ich den Puls am Ohrläppchen schon gespürt hatte, befürchtete ich es nicht mehr zeitlich zu schaffen. Doch die Anstrengung lohnte sich: Die Ladir-Abfahrt war traumhaft, und der Bähnler der Crap-Masegn-Bahn wartete freundlicherweise auf uns, um uns noch rechtzeitig mitzunehmen.
Sonntag, 9. Februar 2025 – Traumhafte Bedingungen und viel Spass
Am Sonntag ging es früh um 08:24 Uhr mit dem FlemXpress los. Die Fahrt verlief weitgehend reibungslos und wir erreichten die Segneshütte in 20 Minuten. Die Pisten dort waren erneut ein Highlight.
Durch einen Ausfall im oberen Teil des Arena Express blieb die Mutta-Piste angenehm leer. Die nicht übermodellierten Pisten in diesem Bereich begeistern vor allem skitobi, mich aber auch. Auch die Abfahrten an La Siala West und am Sattel waren in hervorragendem Zustand, abgesehen von einigen wenigen Steinen im Steilhang.
Im Anschluss trafen wir uns noch mit User Sheridan und machten einen Abstecher nach Falera.
Fazit – Ein gelungenes Wochenende in Laax
Das Wochenende in Laax war ein voller Erfolg. Trotz höherem Andrang am Samstag und einigen technischen Störungen hatten wir an beiden Tagen viel Spass. Mit 75 gefahrenen Kilometern und über 14'000 Höhenmetern am Sonntag war es auch sportlich eine tolle Leistung. Das Wetter spielte vor allem am Samstag mit, während uns am Sonntag die Segnespiste und viele leere Pistenabschnitte begeisterten. Laax bleibt für mich ein absolutes Top-Skigebiet mit einzigartiger Weite und erstklassigen Abfahrten.
Ein Punkt bleibt jedoch: Ich würde mich sehr freuen, wenn die Bahnen in Zukunft wirklich fehlerfrei laufen würden. Ein Skigebiet wie Laax, das sich selbst als Premiumdestination versteht, sollte technische Ausfälle konsequent minimieren, um dem hohen Anspruch und den Preisen gerecht zu werden.
Pistenplan
Bilder: