Bergsturz am Monte-Rosa-Massiv
Verfasst: 30.12.2024, 09:01
Wohl etwas größer auf der italienischen Seite:
https://www.fr.de/panorama/bergsturz-am ... 90638.html
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https://www.spiegel.de/wissenschaft/puz ... 0040474089Die Alpengletscher schrumpfen, das ist bekannt. Doch nun stellt sich heraus, dass sie in der Römerzeit kleiner waren als heute; vor 7000 Jahren waren sie möglicherweise sogar fast verschwunden. Auf den Spuren der »grünen Alpen« bergen Klimatologen Überreste alter Wälder im Schweizer Eis.
»Die Geschichte der Gletscherbedeckung ist offenbar weit dynamischer und wechselhafter, als bisher angenommen werden konnte«, so Schlüchters Fazit. Am kleinsten waren die Gletscher in diesem Modell vor 7000 Jahren, am größten in der »Kleinen Eiszeit« von 1650 bis 1850. Seit diesem letzten Kälteeinbruch ziehen sich die Eiszungen rasend schnell zurück - für Paläoklimatologen sind 150 Jahre nur ein Wimpernschlag.
mafikS hat geschrieben: 30.12.2024, 23:09 Allerdings stammt der Artikel von 2005, das ganz wird wohl...übertönt worden sein...
https://www.sac-cas.ch/de/die-alpen/das ... cht-26048/2004 sorgten sie mit der These für Furore, dass die Zeiten mit «grünen Alpen» an eine starke Sonnenaktivität gekoppelt waren. Ist diese Schlussfolgerung noch aktuell?
Ja. Mittlerweile hat man in Nordgrönland Moose gefunden, die zu den gleichen Zeiten vom Gletscher überfahren wurden. Und soeben komme ich aus der Antarktis zurück, wo russische Kollegen dasselbe fanden – allerdings nicht Holz oder Moos, sondern Meeresmuscheln. Ich bin der Überzeugung, dass das ein globales Muster ist. Es gibt einen Steuerungsmechanismus, aber wir wissen nicht, wie er genau funktioniert.
Nun mag es früher warme und kalte Phasen gegeben haben. Die gegenwärtige Erwärmung scheint aber besonders schnell abzulaufen. Wie passt das in Ihre Thesen?
Das ist nichts Ungewöhnliches. Das war auch in vergangenen, kälteren Zeitabschnitten so. Auf eine wärmere Phase folgt meist eine einschneidende Abkühlung. Dann wird es etwas wärmer, dann noch kälter und so fort. Die Erde taumelt gewissermassen in die Kälte. Dann geschieht etwas, und plötzlich steigen die Temperaturen rasant. Das war bei den grossen Eiszeiten so, und das gilt auch für die «kleine Eiszeit», die um 1850 zu Ende ging. Die Erwärmungsphase ist immer beschleunigt.
Rasante Klimawechsel sind also nichts Ungewöhnliches?
Das Klima hat sich in der Vergangenheit auch schon schneller verändert. Die Menschheit hat das in ihrer Geschichte auch so mitbekommen. Nehmen Sie die Blüemlisalpsagen: Die Sennerin macht einen Blödsinn, am Tag darauf ist die Alp unter dem Gletscher. Das Eis kam quasi über Nacht. Für mich ist das eine Erfahrung, die die Leute in den Bergen machten. Dass sich die Natur manchmal sehr schnell ändert. Schneller, als wir heute denken.
Das Gefühl hängt auch ein bissel vom eigenen Alter ab. Der größte Bergsturz in der Schweiz wird mir wohl immer in Erinnerung bleiben.Skifahrer hat geschrieben: 30.12.2024, 23:21 Gefühlt häufen sich solche Ereignisse gerade... Oder habe ich die letzten Jahre einfach so viel überlesen?
https://www.suedostschweiz.ch/ereigniss ... -von-randaGenau 30 Jahre liegt der grosse Bergsturz von Randa im Wallis zurück
Brocken so gross wie Häuser
Wer mit dem Auto oder mit dem Zug nach Zermatt fährt und dabei Randa durchquert, sieht auf der rechten Seiten die Zeugen des Bergsturzes. Abertausende von Felsbrocken, teilweise so gross wie Einfamilienhäuser, türmen sich zu einer Geröllhalde gigantischen Ausmasses. Sie überdecken den ehemaligen Ortsteil, wo früher Häuser und Ställe standen.
Oberhalb davon klafft im Berg eine gewaltige Lücke. 30 Millionen Kubikmeter Gestein donnerten bei drei aufeinander folgenden Rutschen ins Tal.
Du hast aber schon den ganzen Artikel gelesen?Bergwanderer hat geschrieben: 02.01.2025, 18:20 ...
Ob es damals vom Klimawandel verursacht wurde, ist nicht überliefert ...![]()
Und nun?Ursachen
Im Maximalstadium dürfte der Vorderrheingletscher bei einer Breite deutlich über 5 km weit über 1500 Meter stark gewesen sein. Eis fliesst und will sich ausdehnen. Es entsteht ein gewaltiger Druck nicht nur nach unten, sondern auch an die Bergflanken. Dieser Druck kann den Fels zusammen mit dem im Eis mitgeführten Schutt abhobeln und Schichtpakete verschieben. So entstehen Scherzonen, wodurch Schichtpakete gelockert und brüchig werden. In diese Scherzonen hinein floss Wasser. Nachdem die Gletscher sich zurückgezogen hatten, wirkte der Permafrost noch nach und schwand mehrere Jahrhunderte später. Die verspätete Auslösung des Bergsturzes könnte auf das Auftauen von Permafrost zurückzuführen sein, da während der Eiszeit in den Alpen Frosttiefen von mehreren hundert Metern nachgewiesen sind.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Flimser_Bergsturz
Danke für Deinen Hinweis, @Neandertaler. Ich hatte den ganzen Artikel gelesen ... das bin ich auch durch meinen Beruf gewohnt.Neandertaler hat geschrieben: 02.01.2025, 18:53Du hast aber schon den ganzen Artikel gelesen?Bergwanderer hat geschrieben: 02.01.2025, 18:20 ...
Ob es damals vom Klimawandel verursacht wurde, ist nicht überliefert ...
Und nun?Ursachen
Im Maximalstadium dürfte der Vorderrheingletscher bei einer Breite deutlich über 5 km weit über 1500 Meter stark gewesen sein. Eis fliesst und will sich ausdehnen. Es entsteht ein gewaltiger Druck nicht nur nach unten, sondern auch an die Bergflanken. Dieser Druck kann den Fels zusammen mit dem im Eis mitgeführten Schutt abhobeln und Schichtpakete verschieben. So entstehen Scherzonen, wodurch Schichtpakete gelockert und brüchig werden. In diese Scherzonen hinein floss Wasser. Nachdem die Gletscher sich zurückgezogen hatten, wirkte der Permafrost noch nach und schwand mehrere Jahrhunderte später. Die verspätete Auslösung des Bergsturzes könnte auf das Auftauen von Permafrost zurückzuführen sein, da während der Eiszeit in den Alpen Frosttiefen von mehreren hundert Metern nachgewiesen sind.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Flimser_Bergsturz
Ich ahnte es, dass tief in Deinem Herzen ein Bergsteiger verborgen ist ...ski-chrigel hat geschrieben: 02.01.2025, 18:51 Zwei grosse Felsen (je rund 20m hoch) davon liegen in unserem Garten in Flims und dienten uns als Kinder als Klettersteige. Gut wurde unser Ferienhaus erst 1951 gebaut![]()
da könnte doch glatt etwas dran seinBergwanderer hat geschrieben: 03.01.2025, 00:22 ....Unterstützt sie doch ebenfalls die Annahme, dass der Klimawandel uns bereits über einen längeren Zeitraum innerhalb der Erdgeschichte begleitet.

mafikS hat geschrieben: 30.12.2024, 23:09 Allerdings stammt der Artikel von 2005, das ganz wird wohl...übertönt worden sein...
https://www.newscientist.com/article/24 ... mountains/Melting ice reveals millennia-old forest buried in the Rocky mountains
Trees dating back almost 6000 years have come to scientists' attention due to ice melting in the Rocky mountains, offering a "time capsule" into the past
13 January 2025
A 5900-year-old whitebark pine forest has been discovered due to the melting of alpine ice in the Rocky mountains. Scientists found more than 30 trees approximately 3100 metres above sea level – 180 metres higher than the present tree line – while carrying out an archaeological survey on the Beartooth plateau in Wyoming.![]()