Schilt - Fronalp | 27.12.2024 | Glarner Nostalski
Verfasst: 27.12.2024, 19:54
Um dem üblichen Ansturm in den grösseren Skigebieten zwischen Weihnachten und Neujahr auszuweichen, habe ich mir auch dieses Jahr wieder vorgenommen, einige kleine Perlen zu besuchen. Schon seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, steht das kleine Skigebiet Schilt oberhalb von Mollis im Kanton Glarus auf meiner Liste. Irgendwie kam bislang immer etwas dazwischen, sodass ich dem Gebiet bislang noch keinen Besuch abstatten konnte.
Weit weniger bekannt als die beiden Platzhirsche Elm und Braunwald ist das Skigebiet hoch über Mollis ein echter Geheimtipp. Touristen von ausserhalb verirren sich kaum hierher. Denn allein schon die Zufahrtsstrasse hat es in sich. Kurvenreich schlängelt sie sich weitgehend einspurig von 500 auf 1100 Metern den Berg hinauf. Zwei relativ überschaubare Parkplätze liegen am Ende der Strasse. Von hier aus geht es ein Stück zu Fuss weiter, bis man auf den unteren der beiden Schlepplifte trifft. Diese kurze erste Sektion kommt erst im Jahr 1980 als Zubringer vom unteren Parkplatz und als Übungslift hinzu. Hauptattraktion ist die obere Sektion, die über steile 400 Höhenmeter auf einen Grat unterhalb des Fronalpstocks führt.
Ebenso anspruchsvoll sind die Abfahrten an der oberen Sektion, die bereits seit dem Jahr 1959 an dieser Stelle in Betrieb. Natürlich ist es eine Konstruktion von Karl Brändle, der sich schon früh einen Namen mit seinen schweren Schleppliften machen kann. Nur noch wenige seiner Exemplare sind bis heute erhalten, und auch der Schlepplift Schilt ist nicht mehr ganz original. Inzwischen ist er mit Borer-Langbügeln ausgestattet, seine äusserst brutale Trassierung hat er aber nicht eingebüsst. Warnschilder hat es hier nicht. Wer sich hierher verirrt, der weiss was ihn erwartet.
Da ich am Vormittag noch etwas arbeiten musste, kam es mir gerade recht, dass man das Gebiet auch an einem halben Tag gesehen hat. So traf ich kurz vor Mittag auf dem Parkplatz ein, glücklicherweise ohne Gegenverkehr auf der Zufahrtsstrasse. Etwas überrascht war ich, dass ich entgegen meiner Erwartung problemlos einen Platz für mein Auto fand. Überhaupt war den ganzen Tag über nahezu nichts los. In Summe waren sicher nicht mehr als 40 Personen in dem Gebiet unterwegs. Für mich wird es immer rätselhaft bleiben, warum sich halb Zürich lieber am Flumserberg, Hoch Ybrig oder den Bündner Skigebieten die Beine in den Bauch steht. Hier wartete man allenfalls einen Bügel.
Kurios ist übrigens, dass sich die Kasse am oberen Schlepplift befindet. Die untere Sektion nutzt man vom Parkplatz kommend darum bei der ersten Fahrt ohne Billet, welches daraufhin an der Mittelstation zu lösen ist. Zutrittskontrollen sucht man aber auch an der oberen Sektion vergebens. Hier dient noch wie eh und je eine Pappkarte mit Datumsstempel als Fahrkarte.
Die vier Stunden vergingen wie im Flug. Ein Skigebiet genau nach meinem Geschmack. Kein Mensch käme heute auf die Idee, an dieser Stelle einen Schlepplift zu bauen. Was für ein Glück, dass das in den 50er Jahren noch anders war. Und noch schöner, dass sich hier seitdem auch bis auf einige optische Anpassungen nicht viel getan hat. Möge das Skigebiet noch viele weitere Jahrzehnte existieren! Ich werde sicher wieder vorbeischauen, aber wahrscheinlich eher im Frühling. Im Hochwinter sind die Nordhänge eben doch sehr schattig.
Weit weniger bekannt als die beiden Platzhirsche Elm und Braunwald ist das Skigebiet hoch über Mollis ein echter Geheimtipp. Touristen von ausserhalb verirren sich kaum hierher. Denn allein schon die Zufahrtsstrasse hat es in sich. Kurvenreich schlängelt sie sich weitgehend einspurig von 500 auf 1100 Metern den Berg hinauf. Zwei relativ überschaubare Parkplätze liegen am Ende der Strasse. Von hier aus geht es ein Stück zu Fuss weiter, bis man auf den unteren der beiden Schlepplifte trifft. Diese kurze erste Sektion kommt erst im Jahr 1980 als Zubringer vom unteren Parkplatz und als Übungslift hinzu. Hauptattraktion ist die obere Sektion, die über steile 400 Höhenmeter auf einen Grat unterhalb des Fronalpstocks führt.
Ebenso anspruchsvoll sind die Abfahrten an der oberen Sektion, die bereits seit dem Jahr 1959 an dieser Stelle in Betrieb. Natürlich ist es eine Konstruktion von Karl Brändle, der sich schon früh einen Namen mit seinen schweren Schleppliften machen kann. Nur noch wenige seiner Exemplare sind bis heute erhalten, und auch der Schlepplift Schilt ist nicht mehr ganz original. Inzwischen ist er mit Borer-Langbügeln ausgestattet, seine äusserst brutale Trassierung hat er aber nicht eingebüsst. Warnschilder hat es hier nicht. Wer sich hierher verirrt, der weiss was ihn erwartet.
Da ich am Vormittag noch etwas arbeiten musste, kam es mir gerade recht, dass man das Gebiet auch an einem halben Tag gesehen hat. So traf ich kurz vor Mittag auf dem Parkplatz ein, glücklicherweise ohne Gegenverkehr auf der Zufahrtsstrasse. Etwas überrascht war ich, dass ich entgegen meiner Erwartung problemlos einen Platz für mein Auto fand. Überhaupt war den ganzen Tag über nahezu nichts los. In Summe waren sicher nicht mehr als 40 Personen in dem Gebiet unterwegs. Für mich wird es immer rätselhaft bleiben, warum sich halb Zürich lieber am Flumserberg, Hoch Ybrig oder den Bündner Skigebieten die Beine in den Bauch steht. Hier wartete man allenfalls einen Bügel.
Kurios ist übrigens, dass sich die Kasse am oberen Schlepplift befindet. Die untere Sektion nutzt man vom Parkplatz kommend darum bei der ersten Fahrt ohne Billet, welches daraufhin an der Mittelstation zu lösen ist. Zutrittskontrollen sucht man aber auch an der oberen Sektion vergebens. Hier dient noch wie eh und je eine Pappkarte mit Datumsstempel als Fahrkarte.
Die vier Stunden vergingen wie im Flug. Ein Skigebiet genau nach meinem Geschmack. Kein Mensch käme heute auf die Idee, an dieser Stelle einen Schlepplift zu bauen. Was für ein Glück, dass das in den 50er Jahren noch anders war. Und noch schöner, dass sich hier seitdem auch bis auf einige optische Anpassungen nicht viel getan hat. Möge das Skigebiet noch viele weitere Jahrzehnte existieren! Ich werde sicher wieder vorbeischauen, aber wahrscheinlich eher im Frühling. Im Hochwinter sind die Nordhänge eben doch sehr schattig.