Colfosco 16.07. - 21.07.24 | Bike & Klettersteig --> Fortsetzung
Verfasst: 01.08.2024, 15:47
Auch in diesem Jahr sollte unser Sommerurlaub wieder auf die südliche Seite der Alpen gehen - hier ist das Wetter einfach besser und stabiler.
Und weil uns das Hotel im letzten Jahr so getaugt hat, ging es auch heuer in der ersten Urlaubshälfte wieder nach Kolfuschg.
Zur zweiten Hälfte wird es dann nochmal einen gesonderten Thread geben.
Die Anreise erfolgte in diesem Jahr via Kufstein - Leogang - Glockner Hochalpenstraße - Lienz - Bruneck.
Wobei wir in Leogang am Morgen noch den relativ neuen Flying Fox mitgenommen haben. Sehr zu empfehlen!
17.07. | Oskar-Schuster-Steig
Topo: https://www.bergsteigen.com/fileadmin/ ... gkofel.jpg
Dank einiger Empfehlungen hier im Forum ist der Oskar-Schuster-Steig auf den Plattkofel in unser Interessenfeld gerückt.
Da die Wettervorhersagen stabiles Wetter bis in den Abend hinein zeigten, machten wir uns direkt am ersten Tag auf unsere "Königsetappe"
Der Blick vom Balkon macht Hoffnung Mittels Auto ging es am Morgen in 30min von Colfosco zum Sellajoch, wo wir für schlappe 22€ Tagesticket auf unseren Parkplatz eingewiesen wurden.
Weiter ging es dann mit der Seilbahn hinauf zur Langkofelscharte. Alles News zur Bahn gibts hier: viewtopic.php?p=21343#p21343
Oben angekommen gings zunächst noch über Restschnee hinab zur Langkofelhütte Rückblick hinauf zur Scharte Schnell kommen wir zur Langkofelhütte Von hier aus geht es durchs Langkofelkar wieder hinauf zum Einstiegspunkt des Klettersteigs Blick auf den Bereich des Steigs Auch direkt am Einstieg noch viel Restschnee Bevor der seilversicherte Bereich beginnt, ist zunächst eine kurze Verschneidung in leichter Kletterei zu durchqueren.
Der Steig selbst ist in sehr gutem Zustand und wohl erst vor kurzem renoviert worden. Auch die Schwierigkeit entspricht der Topo. Im Aufstieg wird man von herrlichen Tiefblicken ins Kar begleitet Und seitlich in Grödnertal Auf halber Strecke wird ein verschneites Schuttfeld gequert Am Ende der Seilsicherung wird man bereits erwartet Von hier aus ging es in die ebenfalls mit Schnee gefüllte Ausstiegsrinne Rückblick Nach knapp 3 Stunden waren wir dann am Gipfel Direkt markiert
Vom Gipfel bietet sich ein gewaltiger Blick auf die Dolomiten
Hier Richtung schneebedeckter Marmolada Oder Richtung Gröden Rosengarten Piz Boe Vigo Mit Blick zum Schlern und Seiser Alm steigen wir über den extrem monotonen Normalweg ab Die Einkehr gibt es im Rifugio Sandro Pertini Danach über Wanderwege zurück zum Sellajoch Insgesamt haben wir ca. 7Stunden für die Tour benötigt.
Geschafft aber zufrieden ging es zurück nach Kolfuschg.
18.07. | E-Bike Ronda
Schon im Winter hat mich der Gedanke an eine Sella Ronda mittels E-Bike verfolgt.
In der Recherche hierzu findet man zwar relativ schnell die liftunterstützte Umrundung der Sella mit dem Velo, zur Route ohne Lifte ist hingegen nur schwer etwas zu finden.
Unter Zuhilfenahme diverser Navigationslösungen habe ich dann den möglicherweise besten Weg zur Umrundung gefunden...ob das auch klappen mag?
Los ging es wie immer in Kolfiuschg Im Uhrzeigersinn folgten wir zunächst der guten Beschilderung ....welche jedoch nach der ersten möglichen Aufstiegsanlage in Corvara erst einmal endete
Somit navigierte mich meine geplante Route zunächt zum Rifugio La Marmotta und dann über einen (neuerdings für Bikes gesperrten Trail) zum Campolongo
In der Abfahrt vom Campolongo zeigte sich zum ersten mal die Schwäche meiner Planung. Der laut Komoot fahrbare Weg stellte sich mit dem Bike für uns als unpassierbar heraus.
Somit ging es über die Passstraße nach Arabba
Dort werden die Kabinen des Funifor gerade erneuert Über einen Fahrweg auf der Piste ging es hinauf bis zur Talstation der Fodom EUB.
Von da an geht es nur via Passstraße zum Pordoijoch Das lassen wir hinter uns und bewegen uns Richtung Belvedere Doch auch hier müssen wir schnell feststellen, dass der ausgwiesene Trail die Bike-Affinität meiner Begleitung überschreitet und wir die Passstraße bis nach Lupo Bianco nehmen müssen.
Da der Tag nun schon ordentlich von der Planung abweicht, sinkt langsam bei uns beiden die Laune.
Die Mittagspause am nur im Sommer vorhandenen Laghetto Lupo Bianco lässt diese allerdings wieder steigen.
Auch der weitere Verlauf macht Hoffnung, so können wir über den geplanten Fahrweg bis zum Sellajoch hinauf fahren Rückblick zum Belvedere Sektor Hier wurde wohl auch an der Piste gearbeitet Wir fahren weiter durch die steinerne Stadt und gelangen zur Bergstation des Gran Paradiso Dort beginnt ein ca. 7km langer FlowTrail bis Plan de Gralba Der Pflegezustand des Trails ist deutlich besser als auf denen des bisherigen Tages und der Spaß am Biken kommt zurück Leider viel zu schnell erreichen wir das Ende des Trails Da die Zeit schon fortgeschritten ist, verzichten wir auf weitere Experimente entlang der Piste nach nach Wolkenstein und nehmen lieber die Straße.
Somit erreichen wir ohne Probleme die Tatstation der EUB Dantercepies, welche wir planmäßig für den letzten Aufstieg nutzen wollen. Entspannt geht es bergauf Über den Fahrradlenker hinweg hatte ich diesen Blick bisher noch nicht
Im Anschluss gibt es eine kurze Pause bei Jimmy
Und über den relativ einfachen, jedoch sehr schlecht gepflegten Trail nach Colfosco
Die Kuh kann hierfür in diesem Fall nichts
Ein letzter Seitenblick
Bevor im Hotel die Erholung anstand
Am Ende des Tages war es trotz einiger Schwierigkeiten in der Navigation doch eine schöne und anspruchsvolle Runde, wenngleich mein Plan, die Pasststraßen zu vermeiden, nicht ganz aufging.
Der Ausbau der Biketrails um die Ronda hat also definitiv noch Ausbaupotential und ist meiner Meinung nach noch weit von einer Massentauglichkeit ( wie z.B. in SFL) entfernt. Schade.
Die Landschaft hat während des gesamten Tages jedoch wieder für Vieles entschädigt und so ist es dennoch toll, die Ronda auch im Sommer bestritten zu haben
Fortsetzung folgt...
Und weil uns das Hotel im letzten Jahr so getaugt hat, ging es auch heuer in der ersten Urlaubshälfte wieder nach Kolfuschg.
Zur zweiten Hälfte wird es dann nochmal einen gesonderten Thread geben.
Die Anreise erfolgte in diesem Jahr via Kufstein - Leogang - Glockner Hochalpenstraße - Lienz - Bruneck.
Wobei wir in Leogang am Morgen noch den relativ neuen Flying Fox mitgenommen haben. Sehr zu empfehlen!
17.07. | Oskar-Schuster-Steig
Topo: https://www.bergsteigen.com/fileadmin/ ... gkofel.jpg
Dank einiger Empfehlungen hier im Forum ist der Oskar-Schuster-Steig auf den Plattkofel in unser Interessenfeld gerückt.
Da die Wettervorhersagen stabiles Wetter bis in den Abend hinein zeigten, machten wir uns direkt am ersten Tag auf unsere "Königsetappe"
Der Blick vom Balkon macht Hoffnung Mittels Auto ging es am Morgen in 30min von Colfosco zum Sellajoch, wo wir für schlappe 22€ Tagesticket auf unseren Parkplatz eingewiesen wurden.
Weiter ging es dann mit der Seilbahn hinauf zur Langkofelscharte. Alles News zur Bahn gibts hier: viewtopic.php?p=21343#p21343
Oben angekommen gings zunächst noch über Restschnee hinab zur Langkofelhütte Rückblick hinauf zur Scharte Schnell kommen wir zur Langkofelhütte Von hier aus geht es durchs Langkofelkar wieder hinauf zum Einstiegspunkt des Klettersteigs Blick auf den Bereich des Steigs Auch direkt am Einstieg noch viel Restschnee Bevor der seilversicherte Bereich beginnt, ist zunächst eine kurze Verschneidung in leichter Kletterei zu durchqueren.
Der Steig selbst ist in sehr gutem Zustand und wohl erst vor kurzem renoviert worden. Auch die Schwierigkeit entspricht der Topo. Im Aufstieg wird man von herrlichen Tiefblicken ins Kar begleitet Und seitlich in Grödnertal Auf halber Strecke wird ein verschneites Schuttfeld gequert Am Ende der Seilsicherung wird man bereits erwartet Von hier aus ging es in die ebenfalls mit Schnee gefüllte Ausstiegsrinne Rückblick Nach knapp 3 Stunden waren wir dann am Gipfel Direkt markiert
Hier Richtung schneebedeckter Marmolada Oder Richtung Gröden Rosengarten Piz Boe Vigo Mit Blick zum Schlern und Seiser Alm steigen wir über den extrem monotonen Normalweg ab Die Einkehr gibt es im Rifugio Sandro Pertini Danach über Wanderwege zurück zum Sellajoch Insgesamt haben wir ca. 7Stunden für die Tour benötigt.
Geschafft aber zufrieden ging es zurück nach Kolfuschg.
18.07. | E-Bike Ronda
Schon im Winter hat mich der Gedanke an eine Sella Ronda mittels E-Bike verfolgt.
In der Recherche hierzu findet man zwar relativ schnell die liftunterstützte Umrundung der Sella mit dem Velo, zur Route ohne Lifte ist hingegen nur schwer etwas zu finden.
Unter Zuhilfenahme diverser Navigationslösungen habe ich dann den möglicherweise besten Weg zur Umrundung gefunden...ob das auch klappen mag?
Los ging es wie immer in Kolfiuschg Im Uhrzeigersinn folgten wir zunächst der guten Beschilderung ....welche jedoch nach der ersten möglichen Aufstiegsanlage in Corvara erst einmal endete
Somit navigierte mich meine geplante Route zunächt zum Rifugio La Marmotta und dann über einen (neuerdings für Bikes gesperrten Trail) zum Campolongo
In der Abfahrt vom Campolongo zeigte sich zum ersten mal die Schwäche meiner Planung. Der laut Komoot fahrbare Weg stellte sich mit dem Bike für uns als unpassierbar heraus.
Somit ging es über die Passstraße nach Arabba
Dort werden die Kabinen des Funifor gerade erneuert Über einen Fahrweg auf der Piste ging es hinauf bis zur Talstation der Fodom EUB.
Von da an geht es nur via Passstraße zum Pordoijoch Das lassen wir hinter uns und bewegen uns Richtung Belvedere Doch auch hier müssen wir schnell feststellen, dass der ausgwiesene Trail die Bike-Affinität meiner Begleitung überschreitet und wir die Passstraße bis nach Lupo Bianco nehmen müssen.
Da der Tag nun schon ordentlich von der Planung abweicht, sinkt langsam bei uns beiden die Laune.
Die Mittagspause am nur im Sommer vorhandenen Laghetto Lupo Bianco lässt diese allerdings wieder steigen.
Auch der weitere Verlauf macht Hoffnung, so können wir über den geplanten Fahrweg bis zum Sellajoch hinauf fahren Rückblick zum Belvedere Sektor Hier wurde wohl auch an der Piste gearbeitet Wir fahren weiter durch die steinerne Stadt und gelangen zur Bergstation des Gran Paradiso Dort beginnt ein ca. 7km langer FlowTrail bis Plan de Gralba Der Pflegezustand des Trails ist deutlich besser als auf denen des bisherigen Tages und der Spaß am Biken kommt zurück Leider viel zu schnell erreichen wir das Ende des Trails Da die Zeit schon fortgeschritten ist, verzichten wir auf weitere Experimente entlang der Piste nach nach Wolkenstein und nehmen lieber die Straße.
Somit erreichen wir ohne Probleme die Tatstation der EUB Dantercepies, welche wir planmäßig für den letzten Aufstieg nutzen wollen. Entspannt geht es bergauf Über den Fahrradlenker hinweg hatte ich diesen Blick bisher noch nicht
Die Kuh kann hierfür in diesem Fall nichts
Der Ausbau der Biketrails um die Ronda hat also definitiv noch Ausbaupotential und ist meiner Meinung nach noch weit von einer Massentauglichkeit ( wie z.B. in SFL) entfernt. Schade.
Die Landschaft hat während des gesamten Tages jedoch wieder für Vieles entschädigt und so ist es dennoch toll, die Ronda auch im Sommer bestritten zu haben
Fortsetzung folgt...