Ich war gestern und heute Warth-Schröcken, die Anreise erfolgte mit dem Zug nach St. Anton und dann mit kleinen Umwegen auf Ski nach bzw von Schröcken.
Gestern morgen war in St. Anton in den höheren lagen zwar wenig aber schön staubiger Pulver. Bei gerade noch passabler Sicht ging sich damit etwas direkt neben der Piste fahren aus, was recht angenehm war. Auf halbem Weg zur Alpe Rauz wurde dann aber die Unterlage unter dem Neuschnee extrem hart, was nicht mehr so viel Spass zu fahren machte, ganz unten dann aber frühlingshaft weicht und wieder schön zu fahren. In Zürs und Lech sah es ähnlich aus, nur es den schönen Neben der Piste Pulver nicht gab, wohl aufgrund der Höhenlage. Die Sicht wurde deutlich schlechter, erst ab 11 ein paar Auflockerungen, aber auch das war nicht das gelbe vom Ei:

In Warth dann ähnliche Verhältnisse, nur mit dem riesigen Vorteil das fast gar nichts los war. In St. Anton und Lech mussten man am Lift zwar auch nicht warten, aber die Pisten waren recht voll, und auch meine Lieblingsgegner, die größeren "Freeride"-Gruppen die vor allem auf der Piste im Weg stehen und diskutieren welche Runs toll sein könnten waren hier nicht vorhanden. Auch hier dürfte es es vorher weit herauf geregnet haben, wie die Eisplatte beim Restaurant am Salober zeigt:
Ab dem frühen Abend hat es dann bis in die tieferen Lagen des Bregenzer Waldes heruntergeschneit, und das bei angenehm kalten Temperaturen.
Dementsprechend war der heutige Freitag zwar nicht mit richtig tiefem Pulverschnee, aber doch einer ganz ordentlichen Ladung (15-20cm) gesegnet. Dafür war die Sicht aber noch schlechter als gestern. In den hohen Lagen war der Schnee zwar schön zu fahren, aber die Sicht nicht vorhanden, so dass ausser Pisten-Powder nicht viel übrig blieb, weiter unten war die harte Unterlage so unangenehm zu fahren dass ich mir das neben der Piste nicht antun wollte, und auf der Piste eigentlich auch nicht wirklich.
Mit den Tag gemütlich angehen konnte man also nicht viel falsch machen. Ab ca halb 10 wurde die Sicht auf der Warther Seite dann etwas besser, beim Wartherhorn-Express lohnte sich nun das herausqueren für ein paar einfache Hänge:
Aber gegen halb 12 zog es dann auch hier wieder zu, und es fing wieder an zu schneien. Also wieder retour zum Salober und mal schauen was die anderen so tun. Und siehe da, auch dort war die Sicht nun etwas besser, und man konnte unter/neben dem Salober-Jet inzwischen auch recht gut fahren.
Und dann kam sogar etwas die Sonne, und es wurde Zeit für etwas Pulverschnee ins Auenfeld.
Und dann war die Sonne da.
Damit war das Pace Car vom Kurs, und das übliche Gerangel um die Powder-Lines im Gange. Dank Verbindung in Warth auch fast so Schlimm wie in Lech: (Ich bitte den Handschuh im Bild zu entschuldigen, es war halt nicht viel Zeit

)
Nach der dann doch irgendwann fälligen Mittagspause war überall Sonne, und für mich war es Zeit für den Heimweg:
Auch in Lech schaut es traumhaft aus. Aber zumindest die nicht ganz hohen Lagen hatten halt harte Unterlage im Gelände und harte bis eisige Platten unter dem Neuschnee. Ein klassicher Fall von sieht schöner aus als es ist..
In der Rüfikopf-Gondel sehe ich dass der Schafalplift läuft, und die Hänge unterm Rüfikopf für Arlberverhältnisse doch recht wenig verspurt waren. Also Planänderung, nicht der Teck auf Ski zurück nach St. Anton, sondern lieber noch eine Runde am Rüfikopf und den Bus nehmen. Also um viertel nach 3 noch ein unverspurtes Stückchen in Lech gefunden, Glück gehabt:
Der Lift an sich hat auch was:
Die Tannberg-Route war leider geschlossen, und alleine und kurz vor Liftschluss und Dämmerung hatte ich jetzt keine große Lust auf Experimente. Also mit dem Kleinen abseits-Abkürzer in den Langen Zug. Das Abseits-Stück hat es nicht wirklich gebracht, aber der Lange Zug war sehr schön zu fahren, deutlich besser als eigentlich alle Pisten, da unterm Neuschnee zwar hart, aber nicht eisig.
Unten schaue ich auf die Uhr, es ist 15:33. Wenn ich flotten Schrittes zur Rüfikopf-Talstation gehe sollte sich eigentlich die Runde bis zum Postbus um 16:08 ab der Hst. Schlosskopf eigentlich noch einmal ausgehen. Gesagt, getan - auch um 10 vor 4 noch einen unverspurten Run gefunden und mit 2 Minuten Puffer ab in den Bus.
Den Schlosskopf-Lift hätte ich eigentlich auch noch mitgenommen da er ja ersetzt werden soll, aber man muss Prioritäten setzen.