Ich hatte heute auch endlich meinen ersten Skitag in der neuen Saison. Zu Beginn der Saison ging es dann für mich nach Ischgl in den Sturm. Trotz der Umstände war das Angebot heute tatsächlich sehr gut.
Da es für mich schon weiter ins Oberengadin ging, startete ich in Samnaun und war somit einer derjenigen, der per Pistenraupentaxi von der Idalpe zurück in die Schweiz gefahren wurde. Auf dem Bild von Tobi bin ich jedoch von anderen Skifahrern verdeckt.
Sofern man einzelne Teilbereiche am Vormittag sowie ab dem Mittag die höheren Lagen ausklammert, war die Bodensicht stets ok. Auch der Pistenzustand war sehr gut. So steinfrei hatte ich Ischgl wohl noch nie erlebt (was aber auch damit zu tun hat, dass die Greitspitze ja noch zu ist

).
Die Pisten waren eigentlich alle sehr griffig und nicht, wie sonst so oft zu Saisonbeginn in Ischgl, eisig.
Besonders schön fand ich aber tatsächlich die Talabfahrten. Durch den Regen, den es bis kurz oberhalb der Mittelstationen gab, waren diese schön slushig und machten wirklich sehr viel Spaß.
Dazu war es auch - ohne Ischgl-Maßstäbe anwenden zu müssen - oftmals sehr leer. Nur im Höllkar sowie an der Thaya fand ich es unangenehm voll.
Palinkopf und Gampen waren am Vormittag quasi wie ausgestorben, ebenso wie die Talabfahrt, die ich auch nur selten in so gutem Zustand vorgefunden habe.
Tobi hat ja quasi schon alles dokumentiert. Dennoch auch von mir noch ein paar Bilder:
Morgendlicher Blick auf die Alp Trida. Immer wieder finde ich es schwach, dass sie es nicht schaffen, zeitnah nach der ersten Bergfahrt mit der PB eine "richtige" KSB zu öffnen. Eine Fahrt auf der Sattelbahn ist ja nett, aber vier sind dann doch etwas öde, zumal die Bodensicht auf der coupierten Pisten nicht optimal war
Die Piste vom Flimjoch zur Idalpe ging sehr gut. Nur im obersten Teil gab es ein paar ungangenehme Schneeverwehungen
Ziemliche Leere an der Idalpe
Blick aus dem Idjoch-Sessel, der gegen Mittag eingestellt wurde
Blick in den Höllboden
Die leichte "Hintenrum-Abfahrt" an der Zeblasbahn war sehr lässig
Aber auch die schwarzen Abfahrt an der Zeblasbahn war ok
Der Gampen-Bereich war wie ausgestorben. So macht das hier viel mehr Spaß, als sonst, zumal der steinanfällige Skiweg zuoberst steinfrei war
Auch Höllspitz machte Spaß
Blick auf die Thaya, wo es für meinen Geschmack recht voll auf der Piste war. Zu diesem Zeitpunkt (11:44 Uhr) war die Höllspitzbahn schon eingestellt
Start der Talabfahrt nach Ischgl
Auf der Abfahrt vom Pardatschgrat in Richtung Vellileckbahn
Der Prennerhang war so gut wie selten
Noch einmal auf der Talabfahrt, die richtig Spaß machte
Auf dem interaktiven Pistenplan sah ich nun die Meldung, dass die Verbindung nach Samnaun geschlossen würde. An der Idalpe war ich aber schon zu spät dran. Nachdem es zunächst bei den Bediensteten vor Ort schwierig war an Infos zu kommen, wurde mir dann an der Info-Theke in der Idalp schnell und problemlos von einer sehr netten Dame geholfen. Sie notierte sich Namen, Telefonnummer und Anzahl der Personen und gab schon die Info, dass es vermutlich gegen 15 Uhr einen Versuch geben würde, die Verbindung wieder zu öffnen. Sie rief dann sogar im Laufe der Zeit, in der ich weiter auf Ischgler Seite Ski fuhr, an und bestätigte den Plan. Vorbildlich!
Nachdem neben mir "nur" 17 weitere Personen sich zum vereinbarten Treffpunkt einfunden, organisierten die Bergbahnen einen Pistenraupentransport. So kam ich auch zu meiner ersten Fahrt in einem Pistenbully, auch wenn es "nur" in der recht unbequemen Fahrgastkabine war. Dennoch war das ein sehr cooles Erlebnis
Auf Samnauner Seite gab es dann noch eine schöne Abfahrt in den wenigen Zentimetern Neuschnee, die über den Tag gefallen sind. Generell schneite es in Samnaun erheblich mehr und weiter runter, als auf Ischgler Seite.
Auch wenn die Vorzeichen nicht all zu gut waren, war das dennoch ein geglückter Saisonauftakt. 7/10 Punkte sind sogar drin.
Leider wird die Saison aber wohl recht kurz, denn es steht gegen Weihnachten Nachwuchs an, der sicherlich den ein oder anderen Skitag verhindern wird. Darum bin ich aber keinesfalls böse
