highlander hat geschrieben: 24.03.2025, 21:06
2 Tourengeher bei Sölden leider verstorben, obwohl sie in einer von einem Bergführer geführten Gruppe unterwegs waren...
Dies zeigt leider einmal mehr, das man im freien Gelände nirgendwo eine 100 prozentige Sicherheit haben kann...
Die LWS war heute in dem Bereich 2, also gering...
und der Bergführer hätte diese Route bestimmt nicht gewählt, wenn man dort mit Lawinen hätte rechnen müssen...
Noch ein weiterer Bericht zu diesem Unglück, mit Bildern von der Unglückstelle....
welche leider zeigen, das selbst ein kleines Schneebrett an der falschen Stelle massive Folgen haben kann...
Theo hat geschrieben: 17.03.2025, 20:34
Ich weis, dass das direkt fallen lassen, rauswerfen oder gemeinsam den Abgang machen irgendwie asozial und grob tönt und dem heutige Zeitgeist widerspricht, aber so lange es das sicherste ist sind mir diese zwei Punkte ziemlich egal.
Besser als Hängenlassen ist es allemal. Was mir aber in letzter Zeit leider immer öfter auffällt ist das Mitarbeiter leider gar nicht aufpassen und selbst bei nur kleinen Problemen viel zu spät agieren. Übrigens nur in Europe, in den USA kommt es mir vor als ob man den Lift lieber 10 mal zu früh stoppt als ein mal zu spät, und auch immer sehr viel Personal anwesend ist und mindestens einer/eine wirklich den Einstieg beobachtet und die Hand am Stop-Knopf hat. Vielleicht auch eine Frage der dortigen Klagswut.
Ja, es fällt auch mir auf, dass das Personal immer öfter keinen Blickkontakt mehr hält was darauf hindeutet (manchmal ist auch offensichtlich) dass das Smartphone interessanter ist als der 685 Sessel der an einem vorbeifährt.
Das stundenlange Beobachten ist jedoch auch eine sehr ermüdende weil eintönige Arbeit.
Um 3:30 nachts bei 26ährigen im Skiurlaub,auf ner brústung sitzend im Ferienhausflur Alkohol im Spiel? Nie im Leben;)
Re: Notfälle in den Bergen 2024/25
Verfasst: 01.04.2025, 16:59
von icedtea
ZONK hat geschrieben: 01.04.2025, 16:57
Um 3:30 nachts bei 26ährigen im Skiurlaub,auf ner brústung sitzend im Ferienhausflur Alkohol im Spiel? Nie im Leben;)
In Laax wären noch andere Rauschmittel möglich
Re: Notfälle in den Bergen 2024/25
Verfasst: 08.04.2025, 17:55
von sheridan
Tödlicher Unfall am Rettenbachferner auf der Weltcup-Piste:
Aber ich habe soeben einmal geschaut, die Schneekanonen sind dort nicht wie im Bericht 6 - 7 Meter von der Piste entfernt,
sondern stehen direkt am Pistenrand...
Re: Notfälle in den Bergen 2024/25
Verfasst: 12.04.2025, 18:19
von ski-chrigel
Ein 54-jähriger Brite verunglückte am Freitagmorgen beim Skifahren in Grindelwald.
Der Unfall ereignete sich im Skigebiet Kleine Scheidegg, als der Mann von der Piste abkam.
Er stürzte in einen Bach und erlag später im Spital seinen Verletzungen.
Die Kantonspolizei Bern untersucht den Unfallhergang.
Aber es scheint ja nicht auf dem Klettersteig gewesen zu sein, sondern beim anschliessenden Abstieg. Oderr verstehe ich das falsch?
Re: Notfälle in den Bergen 2024/25
Verfasst: 04.05.2025, 12:59
von highlander
ja, so lese ich dieses ebenfalls..
Wobei dieses insgesamt mit Auf- und Abstieg, ja als sehr zeitintensiv beschrieben wird...
vielleicht ist er beim Abstieg in die Dunkelheit geraten..
Man kann nur mutmaßen, da es mit den Informationen aus dem Artikel nicht hervorgeht...
1.3 Ursachen
Der Absturz eines Lernenden von einer Seilbahnstütze ist darauf zurückzuführen, dass dieser beim Aufenthalt auf der Stütze vom vorderen Stromabnehmer des über die Stütze fahrenden Laufwerks der Seilbahnkabine 2 erfasst und mitgerissen wurde.
Die folgenden Faktoren haben zum Unfall beigetragen:
• Der Aufenthalt und das Ausführen von Arbeiten auf der Seilbahnstütze bei laufendem Betrieb ohne einen zuverlässigen Warnprozess vor der Durchfahrt der Seilbahnkabine.
• Der Umstand, dass der Lernende in diesem Moment die persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz nicht nutzte.
1.4 Zusätzliche Bemerkungen
Die Untersuchung hat folgende Faktoren ermittelt, welche die Entstehung und den Verlauf des Unfalles zwar nicht beeinflusst haben, die aber dennoch ein Sicherheitsrisiko darstellen können:
• Das Fehlen einer wirksamen Überwachung des Lernenden durch eine erfahrene Fachkraft bei der Ausführung von gefährlichen Arbeiten.
• Das Abweichen von Sonderschutzvorschriften des Arbeitsgesetzes für jugendliche Arbeitnehmer hinsichtlich der Höchstarbeitszeit und der Mindestruhezeit
Re: Notfälle in den Bergen 2024/25
Verfasst: 20.05.2025, 18:14
von Skipapi
Filtert man in den Sust-Ereignissen nach Seilbahnunfällen, so sind von den letzten 7 ganze 3 mitgerissene Mitarbeiter auf Pendelbahnstützen bei Arbeiten unter laufendem Betrieb, alle in Graubünden ( Diavolezza, Samnaun und eben Laax).
Die SUST hatte im Bericht über das Unglück an der Diavolezza angemahnt:
"Das Bundesamt für Verkehr (BAV) sollte, im Rahmen seiner Aufsichtstätigkeit, überprüfen, ob die Seilbahnunternehmen über geeignete betriebliche Lösungen verfügen, um die Sicherheit auf Arbeitsstellen bei laufendem Betrieb zu gewährleisten."
Und:
"Im Schlussbericht vom 19. Oktober 2021 über den Sturz eines Mitarbeiters von einer Seilbahnstütze vom 2. Juni 2021 in Pontresina (Reg.-Nr. 2021060201) hatte die SUST bezüglich der Anwendung der persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz den Sicherheitshinweis Nr. 29 an die Seilbahnunternehmen gerichtet:
Die Seilbahnunternehmen sollten dafür sorgen, dass die persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz bei Arbeiten in der Höhe konsequent genutzt wird, auch in Situationen, in denen ein Geländer einen teilweisen Schutz vor Absturz bietet."
Dass ein Jahr nach dem Bericht sich exakt derselbe Unfall wiederholt mit untauglicher Alarmierung und Nichttragen der Schutzausrüstung ist sehr bedauerlich und hat unnötigerweise einen jungen Mann das Leben gekostet. Ich hoffe die Branche, die Unternehmen, die Mitarbeiter ziehen die richtigen Schlussfolgerungen.
Sieht man, wie bei der Bahn vor herannahenden Zügen gewarnt wird (optisch, akkustisch und durch einen Sicherheitsverantwortlichen) mit verlangsamter Vorbeifahrt oder auch wie es bei der Standseilbahn in Davos Parsenn abläuft, wo oft Mitarbeiter mit Schneeräumarbeiten auf und neben dem Trassee beschäftigt sind (Warnung mit Hupe bei Näherung, Verlangsamung der Fahrt, nochmaliges Hupen kurz vor der Kreuzung), so erstaunt das übliche Vorgehen bei den Pendelbahnen (Information per Funk über die Abfahrt an einen von zwei Mitarbeiter, unter Umständen Minuten vor der Überfahrt über den Masten in vollem Karacho) schon sehr.
Die Ausführungen zum Verhalten der Bergbahnen Laax werfen nicht grad ein gutes Licht auf diese (Einteilung zweier Lehrling zu den Arbeiten war unangemessen, Nachweis der Sicherheitsschulung konnte nicht erbracht werden, Infoblatt über Schutzausrüstung war nicht unterschrieben, Arbeitszeiten nicht eingehalten,...). Scheinen an der Laisser- faire- Haltung, die sich schon in der Karambolage derselben Bahn mit dem Grund ( Waage defekt, Gewicht der Last nicht bekannt, Kabinenführer wundert sich nicht, wenn er Baumwipfel streift...) wenig geändert zu haben.
Über diesen Notfall wurde ebenfalls hier noch nicht berichtet.
Es häufen sich die Lawinenunglücke im Hochgebirge..
2 Tote und 5 Verletzte nach Lawine an Eiger Westflanke,
unter den Toten ein 22 jähriger Profi Snowboarder aus der Schweiz...
nach Blatten hat nun in den Dolomiten ein heftiges Gewitter ausgereicht, um ein Bergdorf dort zu verwüsten..
Durch vorsorgliche Evakuierungen wurde zum Glück niemand verletzt...
2 Tage vorher hat sich in der näheren Umgebung dort ebenfalls ein gewaltiger Felssturz ereignet...
Dieser ging jedoch nicht auf bewohntes Gebiet herunter, aber die Bilder sprechen für sich...
Jetzt ohne das Leid der Betroffenen zu schmälern, aber vom Ausmass her ist das mit Blatten nicht im Ansatz zu vergleichen. Sondern eher mit Saas Grund letztes Jahr.
Re: Notfälle in den Bergen 2024/25
Verfasst: 30.06.2025, 16:10
von highlander
Ich habe den Bezug zu Blatten in meinem Kommentar nur erwähnt, da dieses auch in den Presseberichten gemacht wurde..
Dieser Berg in den Dolomiten scheint auch ein Dauerthema zu werden...
es ist am vergangenen Wochenende erneut ein Felsturz dort herunter gekommen...