Gelöst: Vereister Berg, nur wo?
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extremecarver
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Gelöst: Vereister Berg, nur wo?
Es lagen gut 10-20cm pures Eis mit 1cm Schnee drauf...
Als Tipp, der See ist die Haupt Attraktion.. wäre das als Schnee statt als Eis herunter gekommen waren es 1-2m tiefer Schnee gewesen.
- seilreiter
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Re: Vereister Berg, nur wo?
Amerika? (Kontinent)
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extremecarver
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Re: Vereister Berg, nur wo?
Nein, aber ja Europa ist es auch nicht, hier gibt es nicht so starken Eisregen.
Südamerika dürfte Gegenden haben wo so ein Wetter auch auftreten kann in den Bergen.
Die nächst gelegene Wetterstation hatte gut 150mm Niederschlag in 30h Stunden an 1.5 Tagen zuvor.. was in den Alpen wohl katastrophal wäre dort aber mehrmals im Jahr auftritt.
Aus Kanada etwa kenne ich kein so klares Eis. Dort ist es eher immer ein Mischmasch aus Schnee und Regen. Hier war es wirklich quasi einen großen Teil der Zeit bei -3° in etwa am Regnen. Allerdings zuvor war es noch warm sprich erst mit eintreffen der Kaltfront gefror alles.
Südamerika dürfte Gegenden haben wo so ein Wetter auch auftreten kann in den Bergen.
Die nächst gelegene Wetterstation hatte gut 150mm Niederschlag in 30h Stunden an 1.5 Tagen zuvor.. was in den Alpen wohl katastrophal wäre dort aber mehrmals im Jahr auftritt.
Aus Kanada etwa kenne ich kein so klares Eis. Dort ist es eher immer ein Mischmasch aus Schnee und Regen. Hier war es wirklich quasi einen großen Teil der Zeit bei -3° in etwa am Regnen. Allerdings zuvor war es noch warm sprich erst mit eintreffen der Kaltfront gefror alles.
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extremecarver
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Re: Vereister Berg, nur wo?
Als Auflösung. Im Prinzip ist so ein Eisregen nur in Taiwan oder Japan öfters (wo es gleichzeitig auch hohe Berge gibt). Es passiert etwa 1-2mal pro Jahr, aber dieses Jahr war so extrem wie lange nicht zuvor.
Der Ort ist Jiaming Lake die letzten wirklich hohen Berge am hauptkamm nach Süden.
Und gleichzeitig wohl der wichtigste See über 3000m in Taiwan touristisch gesehen. Trocknet aber oft aus im Winter. 2025 war der Winter zum Glück nicht so trocken.
Evtl könnte es in Ecuador auch passieren? Eigentlich wollten wir zelten aber zum Glück war dann in der Unterkunft wegen dem Wetter genug Platz. Die Zelte sind alle unter dem Eis zusammengebrochen.
Regen alleine in Taiwan wäre ja kein Problem. Man darf erst ab 350mm/Regen vorhergesagt für 24h die Unterkunft kostenlos stornieren (die Unterkünfte sind vom Staat subventioniert zur Verfügung gestellt um 5-15euro/Nacht, das Problem ist eher einen Platz zu bekommen in Hauptsaison nur per Lotterie möglich). Bei Eis / Schnee ist aber immer kostenlos stornieren möglich da es eh kaum noch passiert. Anfang des 20. Jahrhunderts hatte es noch weiße Berge von Dezember bis Ende Februar... Wir hatten natürlich keine Steigeisen was wir aber angeben mussten bei den Rangern um raufgehen zu dürfen. Mit Stöcken und Vorsicht war es aber gut möglich, da ja zum Glück ganz oben auf dem Eis eine relativ griffige Schicht Graupel war.
Laut Angaben der Ranger gab es hier über 20 Jahre keinen so starken Kaltluft Einbruch der insgesamt 4 Tage anhielt (begann einen Tag vor unserer Ankunft). Meist ist es hier im Süden nach 1 Tag vorbei. Es gab leider auch einige Tote, die nicht runter kamen und in Gegenden ohne Hütten waren. Schneefall kann man im Zelt halt deutlich besser ausdauern wie Eisregen.
Mein wasserdichter Rucksack (10k) war leider auch großteils durchnässt. Zum Glück war mein Schlafsack halbwegs trocken geblieben. Meine Freundin hatte zusätzlich einen Überzug und damit ging es gut.
Die inversions Schicht Temperatur bezogen mit Minusgraden von -2 bis -3° hatte gut 1km Höhe, darüber war es aber 5-6° warm und der Boden zuvor nicht gefroren.
An dem ersten schönen Tag flogen dann die Helikopter quasi Dauereinsatz um Wanderer zu retten deren Zelte zerstört waren und wegen dem Eis nicht runter kamen bzw zu erschöpft.. Taiwanesen haben bei Regen und Matsch deutlich mehr Erfahrung wie Europäer bei Eis und Schnee verzweifeln dann viele. Aber in einem Zelt so einen Eisregen zu überleben wird wirklich nicht einfach sein das man schwerlich trocken bleibt.
Das überraschende war das dieser Eisregen erst Ende März kam, also fast schon Sommer. So spät gibt es ganz selten Kaltluft Einbrüche. Und erst war auch der einzige wirkliche in 2025.
Man wird wohl nicht auf Taiwan kommen. Kurzer Ausflug ohne Sicht am Tag 2, es nieselte/graupelte immer wieder. Meine Handschuhe waren so nass dass es nur ohne ging. Bei teils 80-90kmh Wind kein Spaß. Gut 10 Zelte komplett zerstört. Das sind Winter Zelte. Nachdem unser Permit für drei Tage galt war Tag drei dann ziemlich lange.. da wir zwei Tagestouren zusammen fassten und dann noch 5 Stunden Autofahrt (und wir vor 16:00 Uhr beim Auto sein mussten da es sonst 8-9h Autofahrt geworden wären). Abstieg insgesamt 2800HM, Aufstieg 1200HM an dem Tag und vielleicht 25km...
Hätten wir Zelten müssen wäre es wohl auch ein Fall für den Helikopter geworden, vor allem da eigentlich am Tag 1 schon zu Abend gutes Wetter hätte kommen sollen es aber erst am dritten Tag Aufriss. Aber wahrscheinlich wären wir dann erst gar nicht losgewandert.
Im Vergleich zum super typhoon ragasa letzte Woche war es natürlich harmlos. Bei so einem Typhon werden die Berge meist komplett geräumt.
Der Ort ist Jiaming Lake die letzten wirklich hohen Berge am hauptkamm nach Süden.
Und gleichzeitig wohl der wichtigste See über 3000m in Taiwan touristisch gesehen. Trocknet aber oft aus im Winter. 2025 war der Winter zum Glück nicht so trocken.
Evtl könnte es in Ecuador auch passieren? Eigentlich wollten wir zelten aber zum Glück war dann in der Unterkunft wegen dem Wetter genug Platz. Die Zelte sind alle unter dem Eis zusammengebrochen.
Regen alleine in Taiwan wäre ja kein Problem. Man darf erst ab 350mm/Regen vorhergesagt für 24h die Unterkunft kostenlos stornieren (die Unterkünfte sind vom Staat subventioniert zur Verfügung gestellt um 5-15euro/Nacht, das Problem ist eher einen Platz zu bekommen in Hauptsaison nur per Lotterie möglich). Bei Eis / Schnee ist aber immer kostenlos stornieren möglich da es eh kaum noch passiert. Anfang des 20. Jahrhunderts hatte es noch weiße Berge von Dezember bis Ende Februar... Wir hatten natürlich keine Steigeisen was wir aber angeben mussten bei den Rangern um raufgehen zu dürfen. Mit Stöcken und Vorsicht war es aber gut möglich, da ja zum Glück ganz oben auf dem Eis eine relativ griffige Schicht Graupel war.
Laut Angaben der Ranger gab es hier über 20 Jahre keinen so starken Kaltluft Einbruch der insgesamt 4 Tage anhielt (begann einen Tag vor unserer Ankunft). Meist ist es hier im Süden nach 1 Tag vorbei. Es gab leider auch einige Tote, die nicht runter kamen und in Gegenden ohne Hütten waren. Schneefall kann man im Zelt halt deutlich besser ausdauern wie Eisregen.
Mein wasserdichter Rucksack (10k) war leider auch großteils durchnässt. Zum Glück war mein Schlafsack halbwegs trocken geblieben. Meine Freundin hatte zusätzlich einen Überzug und damit ging es gut.
Die inversions Schicht Temperatur bezogen mit Minusgraden von -2 bis -3° hatte gut 1km Höhe, darüber war es aber 5-6° warm und der Boden zuvor nicht gefroren.
An dem ersten schönen Tag flogen dann die Helikopter quasi Dauereinsatz um Wanderer zu retten deren Zelte zerstört waren und wegen dem Eis nicht runter kamen bzw zu erschöpft.. Taiwanesen haben bei Regen und Matsch deutlich mehr Erfahrung wie Europäer bei Eis und Schnee verzweifeln dann viele. Aber in einem Zelt so einen Eisregen zu überleben wird wirklich nicht einfach sein das man schwerlich trocken bleibt.
Das überraschende war das dieser Eisregen erst Ende März kam, also fast schon Sommer. So spät gibt es ganz selten Kaltluft Einbrüche. Und erst war auch der einzige wirkliche in 2025.
Man wird wohl nicht auf Taiwan kommen. Kurzer Ausflug ohne Sicht am Tag 2, es nieselte/graupelte immer wieder. Meine Handschuhe waren so nass dass es nur ohne ging. Bei teils 80-90kmh Wind kein Spaß. Gut 10 Zelte komplett zerstört. Das sind Winter Zelte. Nachdem unser Permit für drei Tage galt war Tag drei dann ziemlich lange.. da wir zwei Tagestouren zusammen fassten und dann noch 5 Stunden Autofahrt (und wir vor 16:00 Uhr beim Auto sein mussten da es sonst 8-9h Autofahrt geworden wären). Abstieg insgesamt 2800HM, Aufstieg 1200HM an dem Tag und vielleicht 25km...
Hätten wir Zelten müssen wäre es wohl auch ein Fall für den Helikopter geworden, vor allem da eigentlich am Tag 1 schon zu Abend gutes Wetter hätte kommen sollen es aber erst am dritten Tag Aufriss. Aber wahrscheinlich wären wir dann erst gar nicht losgewandert.
Im Vergleich zum super typhoon ragasa letzte Woche war es natürlich harmlos. Bei so einem Typhon werden die Berge meist komplett geräumt.
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